Archive for Februar 2007

Thich Thien Son – Achtsamkeit im Buddhismus

Dharma Rede des ehrw. Thich Thien Son über Achtsamkeit im Buddhismus.

Der Vortrag fand am 21.02.2007 im Museum der Weltkulturen statt.

Achtsam sein bedeutet, ganz im Hier und Jetzt zu sein und den Augenblick bewusst zu erleben.
Thich Thien Son spricht darüber, wie eine von Achtsamkeit geprägte Geisteshaltung unser Leben bereichern kann…

 
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22. Februar 2007 Audio Keine Kommentare

Vortrag im Museum der Weltkulturen

ThayIm Rahmen der Ausstellung “Buddhismus entdecken – Der Schatz der drei Juwelen”, hielt Zen-Meister Thich Thien Son am 21.02.07 einen Vortrag im Museum der Weltkulturen zum Thema „Achtsamkeit in der Zen-Tradition“. Hier kurze einige Aspekten der Rede…

Wir glauben vielfach, dass das, was wir durch unsere Sinne wahrnehmen, die Widerspiegelung der Wirklichkeit sei und handeln dann auf der Grundlage dieser vermeintlichen Wahrheit. Wir glauben zu wissen, was ein Mensch denkt und fühlt, aber wir nehmen nicht wahr, dass dies nur die Projektion unser eigenen Vorstellung ist. In der Tradition des Zen-Buddhismus geht es darum, die Sinne so zu trainieren, dass wir nur noch das aufnehmen, was ist. Dazu gehört als erster wesentlicher Schritt das Trainieren der Achtsamkeit.

Im Alltag bedeutet dies zum Beispiel die Achtsamkeit auf den eigenen Körper zu üben, der Körper lügt nicht, er teilt uns mit, welche Probleme wir haben und woran wir arbeiten müssen, um uns zu verändern. Wenn wir auf die Reaktionen des Körpers achten, können wir auch unsere Gefühle wahrnehmen, so staut sich beispielsweise Wut in der Leber, Leberprobleme können uns also wertvolle Hinweise über unverarbeitete Emotionen geben, welche uns auch daran hindern, Wirklichkeit unvoreingenommen aufzunehmen.

Das Üben der Achtsamkeit bedeutet auch, sich zunächst einmal so anzunehmen wie man ist, also sich selbst in seiner Unvollkommenheit wahrzunehmen und zu akzeptieren. Nur wenn man zu sich selber ehrlich ist, kann man seine Gewohnheitsstruktur wirklich erkennen.

Eine andere Methode des Übens von Achtsamkeit ist der „Cut“. Man unterbricht seine Tätigkeit, man hält einfach kurz inne und atmet bewusst ein und aus. Man verschafft sich also eine Möglichkeit, sich seiner selbst bewusst zu werden und zumindest kurzfristig das ewige Getriebensein im Alltag anzuhalten. Mönche und Nonnen führen oft lange „Retreats“durch, um zu einer vertiefenden Wahrnehmung zu gelangen; eine einfache Variante für den Alltag ist das „Drei-Tage-Retreat“. Man enthält sich jeder Aktivität, bleibt drei Tage strikt im Bett liegen und beobachtet aufmerksam, welche Emotionen in einem selbst aufsteigen, um zu ergründen, wer man wirklich ist.

Meister Thich Thien Son hebt deutlich hervor, dass das Üben der Achtsamkeit nur der erste Schritt hin zur spirituellen Entwicklung ist, ein ernsthaft an Veränderung und Entwicklung interessierter Mensch wird weitere Methoden anwenden, so zum Beispiel die Übung des „Sich-Versenkens“ (Meditation).

22. Februar 2007 Allgemeines Keine Kommentare

Vietnamesisches Neujahrsfest

NeujahrVom 17. zum 18. Februar wurde in der Pagode das Vietnamesische Neujahrsfest gefeiert, welches nach der asiatischen Astrologie dem Tierkreiszeichen des Schweines zugeordnet ist. Viele Menschen kamen um das Ende des alten Jahres und den Beginn des neuen Jahres mit religiösen Zeremonien wie den Reinigungsritualen, der Mitternachtsmesse und den persönlichen Fürbitten zu begehen.

In diesem religiösen Programm war auch ein Kulturprogramm eingebettet, zu welchem Punkte gehörten wie Begrüßung der Ahnen, Theateraufführungen, Tänze und Kampfsportvorführungen oder der Löwentanz, der sich ständiger Beliebtheit erfreut. Die Anwesenheit dieser Löwen verspricht Frieden, ihre Abwesenheit dagegen würde Krieg verheißen. Sie dürfen folglich bei einem solchen Fest nicht fehlen.

Am Sonntag konnten die Menschen dann auch durch eine Reliquienzeremonie, d.h. die Vergabe einer Segnung in einer besonderen Weise den Neujahrestag beginnen.

18. Februar 2007 Allgemeines Keine Kommentare