Ost und West treffen sich unter dem Tannenbaum
Weihnachtsfeier in der Pagode Phat Hue
„Dass Ihr heute hier mit uns in der Pagode feiert und nicht zu Hause im Kreise Eurer Familie, zeigt wie sehr die vietnamesisch- und die deutsch-buddhistische Gemeinde im letzten Jahr zusammengewachsen sind”, so eine Rednerin auf der gestrigen Weihnachtsfeier.
Es war ein buntes Bild: nicht nur im Hinblick auf die Dekoration, sondern auch die Gäste waren bunter gemischt denn je. Buddhisten aus Vietnam, Taiwan und Deutschland sowie viele westliche Zenschüler/innen des Meisters hatten sich versammelt, um bei Kerzenschein und Tannenzweigen das gesellige Beisammensein und das köstliche, vietnamesische Buffet zu genießen.
In seiner Weihnachtsansprache betonte der Abt und Zenmeister Thich Thien Son, wie wichtig es gerade an Weihnachten sei, sich zu besinnen und einander zu vergeben. „Nur wenn wir das vergangene Jahr und all die Fehler, die wir begangen haben, loslassen, können wir uns auf die Möglichkeiten, die das neue Jahr uns bietet, vollends einlassen.” Der Unterschied zwischen einem buddhistisch Praktizierenden und einem nicht Praktizierenden sei hierbei folgendermaßen: „Der nicht Praktizierende macht Fehler und verliert sich in seinen Verstrickungen – der Praktizierende macht genauso Fehler, aber er hat die Klarheit, den Weg aus seinem Schlamassel heraus zu finden.”
Darüber hinaus gab es noch eine öffentliche Bekanntmachung: Holger Paschen, langjähriger Zenschüler des Meisters, wird im Jahr 2009 als Sprecher für die Laiensangha der Pagode fungieren. Er wird sich besonders für den Dialog zwischen den vietnamesischen und deutschen Gemeindemitgliedern einsetzen.
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