Allgemeines

Buddha’s Weg – ERÖFFNUNG

ERÖFFNUNG
21. Januar 2010 Allgemeines Keine Kommentare

Round Table 2

The second round table discussion during the Dalai Lama Frankfurt event. Ven. Thich Thien Son, Ven. Mattieu Ricard, Pr. Dr. Wolf Singer, Anne Matzenauer, Gert Scobel
13. Januar 2010 Allgemeines Keine Kommentare

Winterretreat 2009 / 2010

winterretreatIm diesjährigen Winterretreat stellte Zen-Meister Thich Thien Son die Lehren des berühmten buddhistischen Gelehrten Nagarjuna, unter dem Thema „Loslassen“, vor. Wir definieren unsere Existenz anhand von dualistischen Gegenpolen: Leid und Glück, Ich und Du. Freiheit und Unabhängigkeit erlangen wir aber nur, wenn wir die aus der Dualität heraus entstandenen Verstrickungen durchschauen und loslassen. Praxisnahe Impulse, wie wir dies üben und bewerkstelligen können, finden Sie hier.

Wir werden innerhalb kurzer Zeit alle Audiodateien online stellen. Wenn zwei Dateien eines Tages vorhanden sind, handelt es sich bei der zweiten um den Nachmittag oder Abend des jeweiligen Tages.

icon for podpress Winter Retreat Tag 1 [108:42m]: Hide Player | Play in Popup | Download

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Sunday, January 10th, 2010

Ajahn Brahm 2010

Wir sind froh ankündigen zu dürfen, dass die Pagode Phat Hue 2010 erneut einen Retreat und einen öffentlichen Talk mit dem Ehrwürdigen Ajahn Brahm organisiert. Bald gibt es nähere Informationen zu den beiden Events. Aber fest steht:

Retreat: Making Peace, Being Kind, and Meditating Gently

Kopie von Ajahn BrahmDer Retreat beginnt und endet jeweils Sonntag Morgens. Vorträge, Anleitungen und Interviews des Ehrw. Ajahn Brahm werden selbstverständlich ins Deutsche übersetzt. Die Unterbringung in unserem Zentrum “Buddhas Weg” wird vorraussichtlich entweder in Zwei- oder Drei-Bettzimmern gewährleistet sein. Das Essen wird vegetarisch zubereitet.
Weitere Informationen zu Kosten und Anmeldung folgen bald.

Ort: Buddhas Weg / Odenwald
Datum: Sonntag 11. -  Sonntag 18. Juli 2010

Vortrag: Bringing Buddhism into the 21st Century

brahmDer Vortrag des Ehrw. Ajahn Brahm wird selbstverständlich ins Deutsche übersetzt. Es wird Sitzplätze auf Meditationskissen und Stühlen geben. Da die Vorträge des Ehrw. Ajahn Brahm sehr gefragt sind, wird es vorraussichtliche die Möglichkeit eine Sitzplatzreservierung. Nähere Informationen hierzu gibt es bald.

Ort: Pagode Phat Hue / Frankfurt
Datum: Sonntag 18. Juli 2010

Kopie von Ajahn Brahm
12. Januar 2010 Allgemeines Keine Kommentare

Und Nagarjuna zückte sein Schwert der Weisheit …

nagarjuna2Im Winterretreat 2009/10 mit Zen-Meister Thich Thien Son haben wir uns neun Tage lang mit den Lehren des berühmten buddhistischen Gelehrten Nagarjuna (geb. im 2. Jahrhundert n.Chr.) unter dem Thema „Loslassen” beschäftigt. Wie kaum ein anderer vermochte es Nagarjuna, den zu seiner Zeit in vielen Bereichen erstarrten Buddhismus, mit neuen Impulsen zu beleben.

Dank seiner soliden Grundlage in den traditionellen buddhistischen Schriften, vor allem im Abhidhamma, seiner Studien im Rahmen der Bewusstseinsschule (Consiousness-only) sowie seiner tiefen Einsicht in die indische Philosophie und Psychologie der Veden und Upanishaden konnte er mit Hilfe seines scharfen Verstandes dem Mahayana-Buddhismus eine neue und nachhaltige Richtung geben. Seine Lehren sind der Grundstein der so genannten Schule des Mittleren Weges (Madhyamika) und beeinflussen auch heute noch vor allem den tibetischen und den Zen-Buddhismus.

Zwei Begriffe und Themen, denen man in Nagarjunas Texten immer wieder begegnet, sind die Leerheit (sunyata) und die Dualität.

Letztere bestimmt unser Alltagsleben: Tag und Nacht, Glück und Leid, arm und reich sind nur einige Beispiele für dualistische Paare, deren wir uns gerne und regelmäßig bedienen.

Wozu brauchen wir eigentlich diese ständige und allgegenwärtige Dualität?

Wir benötigen sie, um uns voneinander abzugrenzen. Nur indem wir unserem Anderssein Ausdruck verleihen können, können wir uns definieren. Unser Ich-Gefühl hängt ganz entscheidend davon ab, ob wir besser oder schlechter sind als unsere Kollegen. Erweckt jemand den Eindruck „genauso zu sein wie wir”, geben wir nicht eher Ruhe, bis wir ein uns voneinander unterscheidendes Merkmal gefunden haben.

Gleichheit hat eine bedrohliche Wirkung auf unser Ego – die unterschwellige Angst, sich in einer undefinierbaren (= nicht unterscheidbaren) Masse zu verlieren oder aufzulösen, tritt an die Oberfläche unseres Bewusstseins. „Ja, wir sind beide Therapeuten – aber weißt Du, ich habe viel schwierigere Klienten als Du!” Nur in der Abgrenzung spüren wir unsere (vermeintliche) Identität und Individualität – wir können uns positionieren. Die Illusion der Einzigartigkeit gibt uns Sicherheit und das Gefühl der Existenzberechtigung.

Sind wir also alle gleich und merken es nicht? Nagarjuna würde antworten: Wir sind weder alle gleich noch unterscheiden wir uns voneinander. Es ist wie mit dem Orangensamen und den Früchten, die wir (hoffentlich!) später nach dem Säen ernten können: Es stimmt, wir werden mit Sicherheit keine Mangos ernten, es werden Orangen sein. Dennoch unterscheiden sich die Früchte von den Samenkörnern, auch wenn es sich in beiden Fällen um „Orangen” handelt. Der Same und die Frucht sind also nicht identisch, aber auch nicht völlig voneinander zu unterscheiden.

Der Samen ist die Vorbedingung für die Frucht. Dies führt uns zu einer weiteren – allgemein im Buddhismus verbreiteten – Gesetzmäßigkeit: Die Dinge entstehen in gegenseitiger Abhängigkeit. Mit anderen Worten, jedes Entstehen ist bedingt. Ursache und Wirkung bestimmen die Dynamik unseres Seins.

Was bedeutet das für unseren Alltag?

So lange wir an bestimmten Überzeugungen und Konzepten festhalten, schaffen wir die Voraussetzung für das Entstehen des dualistischen Gegenpols. Das heißt: Wenn wir ständig unseren Mann fragen „Liebst Du mich?” erzeugen wir aufgrund der von Nagarjuna beschriebenen Gesetzmäßigkeit der Dualität, die Energie des Gegenpols. Je mehr wir uns nach Liebe sehnen, umso mehr lösen wir im Partner den Wunsch nach Abgrenzung bis hin zu Wutgefühlen und Hass aus. Denn Liebe und Hass sind der dualistische Ausdruck der gleichen Energie. In beiden Ausdrucksformen geht es um die Verbindung – im Falle der Liebe wird sie angestrebt und im Falle des Hasses wird sie zurückgewiesen.

Wie können wir aus dieser Dualität aussteigen und sie loslassen?

Dreh- und Angelpunkt unserer selbstgeschaffenen Dualität sind unsere Annahmen. Unser Kopf ist voll von Annahmen über die Welt und die Natur der Dinge. Über Annahmen definieren wir unsere Existenz. Wenn wir z.B. unsere Beziehungen zu Freunden darüber definieren, dass wir nützlich für sie sein müssen, würde das Loslassen der Annahme „Ich muss nützlich für meine Freunde sein” die (Existenz)grundlage für unsere Freundschaften gefährden.

Der Prozess des Loslassens ist nur erfolgreich, wenn wir unsere Annahmen nicht nur auf der geistigen, sondern auch auf der körperlichen Ebene loslassen. Jemand will sich z.B. von seiner Partnerin trennen. Er hat erkannt, die Beziehung tut ihm nicht gut, er fühlt sich nur noch kontrolliert. Sein Kopf sagt ihm, „ich will die Beziehung beenden.” Auf der körperlichen Ebene aber, ist da diese Sehnsucht – nach Zweisamkeit und Geborgenheit. So lange wir an unseren Annahmen auf der materiellen Ebene festhalten, wird uns das Loslassen nicht vollends gelingen.

Folglich löst das Loslassen von unsere Existenz bestimmenden Annahmen erst einmal intensive Angstgefühle und Widerstände in uns aus.

Dennoch liegt genau hier unsere große Chance: Wenn wir es mit Hilfe von geistigem Training schaffen, unsere Annahmen zu identifizieren und zu verändern, können wir uns Stück für Stück aus unserem inneren Gefängnis befreien. Wir sind dann plötzlich in der Lage, nicht nur den Schmutz vor uns auf der Straße zu sehen, sondern auch die blühenden Blumen am Straßenrand. Der Radius unseres Gesichtsfeldes vervielfacht sich.

Leerheit, nach Nagarjuna, bedeutet, frei von (festen) Annahmen zu sein. Denn nur dann können wir die Offenheit und Unvoreingenommenheit in jedem Augenblick unseres Lebens praktizieren. Wenn wir offen sind und unsere Wahrnehmung über die sechs Sinne entsprechend geschult haben, sehen wir die Dinge, wie sie wirklich sind, jenseits der Dualität: Leer von selbsthafter Substanz, vergänglich und daher veränderbar.

11. Januar 2010 Allgemeines Keine Kommentare

Happy New Year 2010

:)
7. Januar 2010 Allgemeines Keine Kommentare

Neujahrswünsche aus “Buddhas Weg” im Odenwald!

Winterretreat 09 Buddhas Weg-7Am Sylvesterabend saßen wir Mönche und Nonnen der Pagode Phat Hue, alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Winter-Retreats und alle weiteren Bewohner unseres neuen Zentrums Buddhas Weg in der Buddhahalle in einem großen Kreis beisammen. In unserer Mitte stand eine Buddhastatue, umringt von Kerzen, Blüten und farbenfroher Dekoration. Die Atmosphäre der Buddhahalle war von Besinnlichkeit und Ruhe geprägt. Denn wir hatten uns dazu entschlossen, den Jahreswechsel besinnlich zu erleben.

Winterretreat 09 Buddhas Weg-6So meditierten wir zunächst gemeinsam und teilten danach die große Anzahl von Personen in kleinere Gruppen auf – wir waren mit Sicherheit an die 50 Personen. In den kleineren Gruppen teilte nun jeder sein liebstes, bedeutsamstes oder lustigstes Ereignis des vergangenen Jahres mit. Man erinnerte sich an schöne und bewegende Begegnungen, tiefe und berührende Gespräche, Momente kleinen und großen Glücks. Und nicht nur die sich erinnernde Person konnte das Glück noch einmal erleben – auch wir zuhörenden fühlten mit, spürten die Freude und das Lachen unseres Gegenübers. Diese Runde stimmte unsere Herzen auf den Hauptteil des Abends ein: Die traditionelle, asiatische Teezeremonie.

Winterretreat 09 Buddhas Weg-8Wie vielleicht viele von Euch bereits wissen, gibt die Teezeremonie Menschen die Möglichkeit mit Freundinnen, Freunden und Verwandten auf eine ganz besondere, offene und ehrliche Art miteinander in Kontakt treten zu können. Man begegnet sich mit tiefem Respekt, tiefer Dankbarkeit und einem offenen Herzen. Man schenkt dem Gegenüber eine Tasse Tee ein, verbeugt sich tief vor der Person, berührt mit den Füßen, den Knien, den Ellebogen, den Händen und der Stirn den Boden. Man öffnet die Hände, bereit die Liebe und Offenheit der Person zu empfangen, schließt die Hände und öffnet sie wieder, um auch an Liebe und Wohlwollen nicht anzuhaften.

Winterretreat 09 Buddhas Weg-9Dann ist der Moment gekommen, um auszusprechen, auszudrücken, was in normalen Alltagsgesprächen nicht möglich ist – tiefste und ehrlichste Dankbarkeit, Reue, Wohlwollen, Wünsche für die Zukunft. Das sind Dinge, die wir im Alltag nur sehr schwer in Worte zu fassen im Stande sind. Durch den Rahmen der Teezeremonie und die ehrliche Form der Verbeugung und des Tee Einschenkens, öffnen sich unsere Herzen wie von selbst und die Worte, die wir sonst nur schwer finden, fließen wie ganz natürlich über unsere Lippen.

Und bestimmt 2 Stunden lang, hatten wir gestern, am Sylvesterabend, die Möglichkeit, unseren Mitmenschen, unseren Freundinnen und Freunden, solche Worte zu schenken und für einige kurze, aber berührende Momente, in inniger Verbindung zueinander zu sein. Es war ein wunderschöner Abend und alle Anwesenden nutzten diese seltene Gelegenheit, die sich so vielleicht nur zwei oder drei Mal im Jahr bietet.

Zum Abschluss stellten wir uns alle gemeinsam in einen großen Kreis, die Hände haltend, mit geschlossenen Augen. Gleichberechtigt, ohne Unterschiede standen wir und sendeten die positiven Verdienste des Retreats und des Abends hinaus. An all diejenigen, die gerade dabei waren, den Jahreswechsel zu feiern. An all diejenigen, die nicht von solchem Glück beschert wurden wie wir, die unter schlechten Bedingungen leben, Leid zu ertragen haben und deren Welt weniger von Liebe geprägt ist. Und dann gab Thay Hue Nghi uns die Möglichkeit, Wünsche für das neue Jahr 2010 auszusprechen. Und die Wünsche, an die wir uns erinnern, möchten wir mit Euch allen teilen, denn sie gelten Euch genauso, wie allen anderen fühlenden Wesen dieser Welt…

Mögen alle fühlenden Wesen glücklich sein.

Mögen alle Menschen etwas von der heilsamen Energie, die sie im vergangenen Jahr 2009 angesammelt haben, mit in das Jahr 2010 nehmen können.

Mögen wir viel Kraft im neuen Jahr haben.

Mögen wir lernen, dass es möglich ist, unterschiedslos zusammen zu leben – in Harmonie und Offenheit. Denn wir stehen hier gerade ein einem solchen Kreis und haben genau das möglich gemacht.

Ich hatte heute Abend nicht die Möglichkeit, allen Menschen Tee einzuschenken, denen ich etwas sagen will. Deswegen wünsche ich nun allen Menschen viel Gesundheit, Kraft und Freude für das neue Jahr.

Mögen wir Respekt für uns selbst und für alles um uns herum entwickeln können.

Mögen wir liebende Güte für uns selbst entwickeln und sie in dieser Welt kultivieren.

Mögen alle Menschen Raum für sich selbst geben – innen sowie außen.

Mögen wir fähig sein, die schönen Momente im Leben und unser Zusammensein mit unseren Liebenden wertschätzen zu können.

Ich wünsche allen Menschen ein frohes neues Jahr 2010.

Sadhu, Sadhu, Sadhu! :)

1. Januar 2010 Allgemeines Keine Kommentare

Practice

23. Dezember 2009 Allgemeines Keine Kommentare

Buddhas Weg Videoblog: The Great Path

“The Great Way has no gate,
A thousand roads enter it.
When one passes through this gateless gate,
He freely walks between heaven and earth.”
(Mumon Ekai)

The path

20. Dezember 2009 Allgemeines Keine Kommentare