Allgemeines
FRANKFURT TEILT – Qi-Touch teilt mit Chance-To-Grow e.V.
Nur im Oktober: Wellness die gut tut und Gutes tut! Die Wellness und Massageabteilung Qi Touch im Gesundheitszentrum der Pagode Phat Hue teilt 10 Prozent der Einnahmen im Oktober mit dem Kinderhilfsprojekt CHANCE TO GROW e.V. in Vietnam im Rahmen der Sharety-Aktion “Frankfurt teilt”. Tun Sie sich selbst etwas Gutes und den Kindern auch! Infos: www.frankfurt-teilt.de
TTS Krebs
Gesunde Ern?hrung – was ist das
Bericht: Klosterfest in Buddhas Weg
„Aus unserem Wunsch, den Bedürfnissen der Menschen zu dienen, hat sich bisher immer alles entwickelt.“
Noch bevor er das Klosterfest mit einer kleinen Rede eröffnet, bedankt sich unser Abt, Zen-Meister Thich Thien Son, bei allen, die dazu beitragen, dass dieses Fest möglich ist. „Ein Buddhistisches Kloster im Odenwald ist ungewöhnlich“, sagt er. Um so mehr freut ihn, dass so viele Menschen gekommen sind und mit ihrer Neugier und ihrem Interesse die Atmosphäre des Festes prägen. „Wir sind hier her gekommen und erfahren von jeder Seite Unterstützung und Interesse, und wir möchten deshalb von ganzem Herzen unsere Dankbarkeit ausdrücken, über die Unterstützung des Bürgermeisters und der Gemeinde, der Institutionen der Region und der Bevölkerung, die uns so herzlich aufgenommen haben und uns in jeder Hinsicht unterstützen. Wir sind sehr glücklich über die Offenheit auf die wir stoßen und wünschen uns sehr, dass wir ebenfalls zur Bereicherung dieser Region beitragen können.“ Sein Dank gelte natürlich ganz besonders auch der vietnamesischen Gemeinde und seinen Zenschülern/innen, die die das Projekt „Buddhas Weg“ durch ihre Unterstützung erst möglich gemacht haben und zum Anlass des Festes sogar mit dem Bus aus Höxter im Weser Bergland, aus Stuttgart und noch von weiter her angereist sind. Ein Vorhaben wie die Vision von „Buddhas Weg“ kann nur durch die Unterstützung und Vision vieler Helferinnen und Helfer möglich sein und gelingen, betont der Abt, der mit Thay angesprochen wird und1967 in Vietnam geboren wurde. Schon mit acht
Jahren wurde er zum Mönch ordiniert und ausgebildet. Vor 10 Jahren kam er nach Frankfurt, mit nichts als zwei Koffern und dem Auftrag in Frankfurt eine vietnamesische Gemeinde aufzubauen. Er startete in einer Wohnung und in der Eröffnungsrede zum Klosterfest beschrieb er, wie sie in Frankfurt langsam Pagode aufgebaut haben, die jedoch sehr schnell von einer kleinen Wohnung zum Zentrum anwuchs. „Ich begann mit Meditationskursen, doch dann kamen immer mehr Menschen, die sehr krank waren und Hilfe suchten und so begannen wir zu massieren und zu akupunktieren. Die Zahl der Patientinnen und Patienten wuchs stetig und wir haben schon bald festgestellt, dass wir nicht so helfen können wie wir es uns wünschen. Und so ist in mir der Wunsch entstanden, einen Platz zu haben, um auch Menschen von weit her die Möglichkeit einer Unterkunft und Behandlung zu geben, oder auch längere Therapien anwenden zu können. Unsere Pagode in Frankfurt ist dafür zu klein.“ Sie suchten lange nach einem geeigneten Ort und plötzlich begegnete ihnen die ehemalige Fachklinik im Odenwald. “Das war genau das was wir suchten, doch sie war 9 Mio. Euro im Internet ausgeschrieben und das war natürlich unerschwinglich für uns.”
Trotzdem bekundete Thay Thich Thien Son sein Interesse und wartete. Und scheinbar stand seine Vision unter einem guten Stern: Er wartete so lange, bis das ganze Objekt nur noch 1,7 Mio. Euro kostete und mit Unterstützung der vietnamesischen Gemeinde und zahlreichen Zen-Schülern konnten sie eine Summe von 800.000 Euro aufbringen und für den Rest wurde ein Kredit aufgenommen. 1,7 gibt in der Quersumme Acht und die Acht ist für uns eine besondere Zahl, sagt er schmunzelnd. „Unser Wunsch ist es immer, den Bedürfnissen der Menschen zu dienen, dass sie sich entwickeln können. Und diesen Wunsch haben wir immer im Auge behalten und bisher hat sich daraus auch immer alles entwickelt.“ Jetzt ist das Gesundheitszentrum da, jedoch bisher nur halb im Betrieb, da noch viel Renovierungs- und Sanierungsarbeiten anstehen, doch wir hoffen, mit dem Klosterfest zeigen zu können, welches Potential an Möglichkeiten in diesem Ort stecken und wir wünschen uns ,dass es für die Menschen in der Region und auch von anders her, eine Bereicherung und ein Ort der Entwicklung sein kann
Kloster, Seminarhaus und Gesundheitszentrum – ein Ort der Lebendigkeit und Lebensfreude
Auch wenn das Kloster im Moment erst halb im Betrieb ist, gibt so viel zu entdecken, dass ich das Gefühl habe, ein Nachmittag reicht gar nicht dazu aus: Das Gebäude ist festlich geschmückt und auf der Wiese unter dem Bäumen sind bunte Essenstände mit Köstlichkeiten und exotischen Getränken – die Attraktionen sind vegetarische Sushis und Teigtaschen, dazu kann man Eiskaffee oder alkoholfreie Cocktails genießen, mit Früchten wie man sie angeblich in Vietnam an jeder Straßenecke kaufen kann. Man fühlt sich schon wie im Urlaub und das Wetter und die freundliche Atmosphäre tut sein Gutes dazu, dass man sich ganz entspannt fühlt. Und dennoch gibt es so viel zu sehen: überall kleine Stationen aufgebaut, wo man erleben kann, was man im Kloster, Seminarhaus und Gesundheitszentrum Buddhas Weg alles begegnen kann.
Gesundheit für Körper und Geist
Auf der Wiese vor dem Eingangsbereich gibt Axel Flachowsky eine Einführung in Tai Chi. An die 50 Menschen nutzen die Möglichkeit eine Kostprobe der heilenden Bewegungsabläufe zu bekommen, die die Körperenergie und den Kreislauf aktivieren und zugleich harmonisieren. Axel zeigt einige Grundelemente von Tai Chi und das besondere ist, ob Groß oder Klein, alt oder jung, jeder kann mitmachen. „Ich habe richtig Lust bekommen mehr zu lernen“, sagt ein Junge neben mir, der zum allerersten Mal von Tai Chi gehört hat.
Gerade vorher hat er die Jungendlichen der Vovinam-Kung-Fu- Gruppe gesehen, die eine Vorführung auf dem Sportplatz zeigten. „Da war ein Mädchen, die war sicher zwei Jahre jünger als ich und die hat mit dem Schwert eine Übung gezeigt, es sah super aus, so gelenkig und fast wie ein Tanz!” sagt der Dreizehnjährige bewundernd. „Ich glaube so was könnte ich nie lernen“, sagt der Junge, doch als er versucht den Tai Chi Übungen die Axel zeigt, zu verfolgen, Tai Chi Übungen mitbekommen, sieht er, wie schnell der Körper begreift und dass man schon in fünf Minuten so viel lernen kann! „Das hätte ich nie gedacht”, sagt er. Er hat Lust bekommen, mehr zu lernen und erzählt, dass es ihn beeindruckt hat, dass bevor die Vovinam-Kampfkunst-Show losging, die Jugendlichen sich noch einmal in Meditationshaltung hingesetzt hätten und noch mal kurz ganz still dagesessen und meditiert haben. „Das hat mir gefallen, man hat richtig gesehen, wie sie alle Konzentration und Energie gesammelt haben, sagt er. Körper und Geist einzurichten, dass ist das Hauptziel der asiatischen Kampfkunst oder Bewegungstrainings, sei, es Tai Chi, Qi Gong, oder Vovinam.
Sie sind gut für den Körper und helfen gegen Rückenschmerzen, und Migräne aber sie trainieren auch für sämtliche Situationen des Lebens – denn das Ziel ist, geistige und körperliche Stärken zu entwickeln und die geistige Haltung von Fairness, Toleranz, Selbstvertrauen und Mut zu kultivieren. Das höchste Ziel der Kampfkunst von Vovinam, sagt der Vovinam-Trainer Tang ist jedoch, anderen Menschen helfen zu können, bereit zu sein, sich für andere einzusetzen und in Frieden und Harmonie mit sich und der Umwelt zu leben.
Gesundheit und Harmonie, das ist was wohl die meisten Menschen sich wünschen und suchen.
Das Gesundheitszentrum zog besonders viele Menschen an. Jeder war interessiert mehr über die Möglichkeiten und Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin zu erfahren. Die Heilpraktikerin Hue Pho (Ann Uta Beißwenger) beantwortete an diesem Nachmittag alle Fragen und wer nicht da sein konnte, dem sei gesagt, dass jeden Mittwoch zwischen 17.00 -18.00 Uhr eine offene Frage – und Informationsstunde rund um zur Traditionellen Chinesischen Medizin stattfindet.
Viele Menschen konnten direkt auf Tuchfühlung gehen, denn unter den Bäumen, war eine Sitzbank aufgestellt, wo man Rücken und Nackenmassagen kennen lernen konnte. Viele Menschen nutzen die Möglichkeit zum ersten Mal in ihrem Leben eine Massage kennen zu lernen und genossen den Austausch mit den Masseuren.
Jeder Mensch hat eine eigene Melodie
Ganz besonders das Klangbett war eine Attraktion, die kaum jemand kannte. Ein Klangbett ist ein Bett, unter dem Saiten ähnlich einer Harfe gestimmt sind. Diese ist auf F-Ton gestimmt und das besondere am Klangbett ist, dass es mit dem Körper in Resonanz tritt. Jeder Körper hat seine eigene Melodie und Schwingung. Und geübte Therapeuten können am Klang heraushören, wo Blockaden, Verspannungen sitzen, bis in die Organe hinein!
Trotz dem bunten Treiben und schönen Wetter zog es die Menschen in die Praxis, denn jeder wollte das Klangbett kennen lernen und so stellte der Abt Thich Thien Son das Klangbett persönlich vor und illustrierte seine Möglichkeiten. Ich selbst habe vorher auch noch nie ein Klangbett gesehen und war erstaunt, wie entspannt die Menschen waren, sobald sie auf dem Bett lagen und Thay über die Saiten strich und das, obwohl um sie herum so viele “Zuschauer” standen! Ich konnte mich kaum losreißen, denn es war faszinierend: jeder klang anders! Manchmal war der Ton voll und laut, manchmal eher zurückhaltend.
“An den Obertönen kann man erkennen, wo eine Blockade sitzt oder eine Spannung”, sagt Thich Tien Son. Man beginnt meist im Zentrum des Körpers und streicht dann nach oben und unten. Ideal ist es, wenn man mindestens 30 min auf dem Klangbett liegt.
Zu einer Frau, die gar nicht mehr vom Bett aufstehen wollte sagte er: “Ich spüre bei ihnen eine starke Verspannung im Lendenbereich und auch hier oben, an der rechten Schulter. Und ich höre, dass sie einen wahnsinnig starken Willen haben!“ fügt er lachend hinzu.
Wie fühlen sie sich, frage ich die Frau hinter her und sie sagt, „Es ist als würde man schweben, herrlich. Aber dass er spürt dass ich einen starken Willen habe und das allen verkündet, das ist ja ein Ding“, sagt sie verschämt. Und ich sage, „warum schämen sie sich denn für einen starken Willen, etwas besseres kann einem doch nicht assistiert werden“ und sie sagt: „Stimmt, eigentlich, da haben sie recht, wenn man jung ist, weiß man oft nicht was man will, aber ich weiß jetzt genau was ich will und versuche auch danach zu leben und stimmt, das ist wirklich etwas Gutes.“
Ernährung ist die Basis unseres Lebens sie nährt Körper und Geist und wird oft genug vernachlässigt. Wenn man durch die weiten Räume des Klosters schlendert gibt es überall etwas zu sehen und ich habe das Gefühl, ich kann gar nicht alles mitbekommen, so viel ist es. In der Buddhahalle fand um 16 Uhr eine Podiumsdiskussion statt mit vier Ernährungsexperten aus verschieden Richtungen: Ein Ernährungswissenschaftler aus der Vollwertkost, Thich Tien Son aus der Traditionell Chinesischen Medizin, Elisabeth Freyberg, die in Buddhas Weg Fastenseminare anbietet und Ernährungsberaterin ist und die Köchin Brigitte Schütte-Lopatar, bei der man Kochkurse nach den 5 Elementen besuchen kann, mit dem Schwerpunkt darauf, dass heimische Nahrungsmittel verwendet werden.
Ernährung ist die Basis unseres Lebens sie nährt Körper und Geist und wird oft genug vernachlässigt. So stand die Eingangsfrage unter dem Zeichen: Wie sieht eine gute Ernährung eigentlich aus? Was alle Antworten der verschiedene Richtung vereinte ist die Bewusstwerdung darüber, was man isst, wie man isst und was einem bekommt. Was brauche ich und wie fühle ich mich?
„In erster Linie muss es schmecken“, sagt Thich Thien Son, „aber die Geschmäcker sind ja verschieden. Die einen brauchen Warmes, die anderen essen lieber Rohkost. Manche mögen das Gemüse gekocht und die anderen knackig. Wir sind uns meist gar nicht der Vier Jahreszeiten bewusst und dann wundern wir uns zum Beispiel, wenn wir nach dem Essen frieren. Dabei gibt es Nahrungsmittel wie z.B. Bananen, die Kühlen. Andere wiederum wärmen.“
Eine Bewusstheit über unsere Ernährung zu bekommen bringt uns eine Bewusstheit für unseren ganzen Körper und auch über unsere Psyche. Doch gesunde Ernährung scheint oft so kompliziert, wir hantieren mit Vitamin und Kalorientabellen und denken es ist ein zu großer Aufwand. Aber war ist, wenn wir wirklich verordnet bekommen bewusst zu Essen und unsere Ernährung umzustellen?
Wie ernährt sich eine Frau gesund, die morgens früh aus dem Haus rennt zur Arbeit und spät nachhause kommt? – Meist isst sie ein Käsebrot, Rohkost, einen naturtrüben Apfelsaft und Mineralwasser. Klingt nicht schlecht, aber all diese Nahrungsmittel kühlen und rauben einem Energie. Doch wenn sie das Wasser heiß trinkt mit ein bisschen Ingwer drin, dann hat sie schon eine Basis, oder eine heiße Kraftbrühe, die sie sich in der Thermoskanne abfüllt. Der Körper braucht Wärme, sonst kühlt er aus und wir verlieren Kraft.
Zeit für eine gemeinsame Mahlzeit – eine gute Vorbeugung gegen Krankheiten
Die Zubereitung ist wichtig, aber auch dass man sich Zeit für eine Mahlzeit zu nimmt finde ich auch sehr wichtig, denn schon beim Kauen entstehen wichtige Enzyme, die der Körper verwertet. Zum Beispiel wenn man Gemüse im Wok anbrät und schnell kocht bei hoher Temperatur, schließen sich die Poren des Gemüses und die Vitamine bleiben erhalten. Kocht man es zu langsam verliert es alle wichtigen Nährstoffe. Viele Menschen haben nach dem Essen Beschwerden, wie Blähungen, Bauchschmerzen, obwohl sie sich gut ernähren. Oft liegt das daran, dass sie sich keine Zeit nehmen zum Essen und sich nie Ruhe gönnen für ihre Bedürfnisse. „Die Art und Weise wie wir Kochen und Essen gibt uns die Ruhe, Kraft und Energie die wir brauchen und trägt in einem hohen Grad zur Gesundheit bei und zur Vorbeugung von Krankheiten. Deshalb ist eine Hauptsäule unserer Gesundheitspraxis und Seminare in Buddhas Weg Beratung zur gesunden Ernährung auch individuell auf die Bedürfnisse und Gesundheit des Einzelnen zugeschnitten“, sagt Thay Thich Thien Son. „Im Klosteralltag kommt dem Essen auch eine Bedeutung zu: Wir essen alle gemeinsam und die ersten 10 Minuten essen wir schweigend, so dass man die Möglichkeit hat wirklich mitzubekommen was man isst und um Achtsamkeit und Wertschätzung für die Nahrung zu entwickeln. Auch während unserer Seminare behalten wir dieses Ritual bei, so dass die Seminarteilnehmer/innen automatisch mit dieser Praxis der achtsamen Ernährung in Kontakt kommen.
Wo sich Christentum und Buddhismus begegnen:
Viele Menschen haben viele Fragen zum Buddhismus und vor allem, ob und wie er mit der christlichen Kultur zu vereinen ist. Der Abt Thich Thien Son gibt in der Gesprächsrunde „Was ist Buddhismus und Klosteralltag“ eine kurze Einführung. Buddhismus im Wortsinn heißt soviel wie „fegen, sauber machen oder reinigen“. Buddhismus ist sozusagen „Der Weg zur Reinheit“, was so viel heißt wie, dass wir uns reinigen und was nicht zu uns gehört rauskehren. Buddha Siddharta war ein Königssohn und seinem Vater wurde an seiner Wiege gesagt, entweder werde er wird ein großer Herrscher oder er ein Mönch. Der Vater wollte natürlich einen Thronfolger und so versuchet er alles von seinem Sohn fernzuhalten, was ihn den Weg eines Mönchs einschlagen lassen könnte. Doch Siddharta machte auf schon in jungen Jahren eine Entdeckung die ihn nicht mehr los ließ: Er erkannte die vier Tatschen die man nicht ändern kann:
- Wir werden geboren
- Wir werden alt
- Wir werden krank und leiden
- und wir werden sterben.
Als Prinz und werdender König sah er, dass diese Tatsachen unabänderlich sind. Doch er wünschte sich nichts mehr, als dass sein Volk glücklich sein soll und frei von allem Leid. Aber wie kann man frei von Leid sein, wenn man alt wird, krank wird und stirbt?
Deshalb verließ Siddharta den Palast seines Vaters seinen Palast und machte sich auf die Suche. Er hatte das Ziel, diese vier Tatschen zu besiegen, weil er wünschte, dass alle Menschen glücklich sein könnten. Auf seiner Suche begegnete er vielen Waisen, von denen er lernte und schnell war er besser und weiter war, als seine Lehrer.
Und dann begegnet er einem Mann, der brachte ihm folgendes bei: „Ja, Alter, Krankheit und Tot sind ein Naturphänomen. Und es ist deine Sichtweise, die es zu etwas Schlimmem macht. Es hängt von dir ab.“
Da erkannte Siddharta, um diese klare Sichtweise zu haben, muss ich viele Prozesse durchlaufen, ich muss mich den Tatsachen des Lebens stellen und dem was mir Angst erzeugt begegnen. Denn meine Ängste sind es, die die Naturphänomene zu etwas leidvollen machen. Denn ich nehme alles auf Grund meiner Ängste und meiner Interpretation der Welt wahr. Ich kann diese Dinge nicht ändern. Ich kann aber lernen, sie so zu akzeptieren wie sie sind. Das ist oft sehr schmerzlich, deshalb muss die Art und Weise wie wir die Welt sehen geschult werden. Und dafür gab uns Buddha Methoden um unsere Wahrnehmung und Sichtweise zu schulen.
Der Zen-Weg eine Schule der Wahrnehmung
Diese Schulung kann man zum Beispiel in den Zen-Seminaren lernen. Schritt für Schritt in fünf Etappen schulen wir uns, um die Tatschen des Lebens zu akzeptieren.
In diesen Etappen setzen wir uns mit uns selbst auseinander. Wir beginnen mit dem Körper, dann kommen die Gefühle hoch und wir lernen mit ihnen umzugehen, Danach betrachten wir unsere Gedanken und die Art und Weise wie wir Denken: um was kreisen unsere Gedanken ständig, was sind unsere Denkstrukturen? Lähmen sie uns oder können wir uns auch verändern? Und schließlich sehen wir uns unsere Gewohnheitsmuster und Verhaltensstrukturen an. Denn es ist ja so, dass wir über all diese Ebenen wie Körper, Gedanken und Gefühle keine Kontrolle haben: Unser Körper wird alt und krank, er macht was er will. Ebenso unsere Gefühle, sie tauchen auf wie das Wetter und auch unsere Gedanken lassen sich nicht beeinflussen und denken was sie wollen. Und wie schwer es ist Gewohnheiten zu ändern weiß auch jeder. Sogar was wir wahrnehmen ist unseren Gedanken und Gefühlen unterworfen: ist das Wetter gut, sind wir fröhlich und kaum sagt jemand zu uns einen Satz der uns verletzt, bricht die Welt zusammen, wir werden aggressiv oder genervt.
Die Zenseminare bauen in zwölf Stufen aufeinander auf und man die Möglichkeit die Wahrnehmung in Bezug auf Körper, Gefühle, Gedanken und Verhalten zu schulen und wenn man hierin klarer geworden ist, dann kann man darauf noch tiefer aufbauen. „Unsere Praxis im Buddhismus ist eigentlich die, dass wir uns darauf einlassen wahrzunehmen und eins zu sein mit Allem“, sagt Zen-Meister Thich Thien Son. „Alles ist einmalig, jeder Augenblick. Und wir üben diese Haltung zu entwickeln, dass wir uns, egal welche Verbindung wir mit jemandem haben, ob gut oder schlecht, dass wir denken: Ich, möchte mich in diesem Augenblick positiv mit dir verbinden, egal was zwischen uns war. Und so würde ich auf die Frage wie man Buddhismus mit dem Christentum vereinbaren kann – denn die meisten meiner Zenschüler/innen sind nicht Buddhisten geworden, wir nennen sie deshalb “Buchristen” – sie sind offen für Buddhismus und buddhistische Methoden, aber bleiben bei ihren Glauben und ihrer Tradition. es ist wichtig dass man aus der Kultur aus der man kommt schöpft und vielleicht sich inspiriert und Möglichkeiten testet, um sich zu erweitern. Denn wie ich es verstehe, ist Gott überall und ich sehe dann in der tiefsten Urwurzel keinen Unterschied – eins mit allen zu sein.“
Was die Menschen an Bedürfnissen haben, versuchen wir zu geben.
Worin liegt aber ihre Hauptarbeit und was ist die Aufgabe der Mönche und Nonnen?
Viele Menschen kommen in Buddhas Weg wegen der Gesundheit, deshalb war es ein besonderer Wunsch der Gemeinschaft von Buddhas Weg, Menschen hier eine Behandlungsmöglichkeit gegeben zu können, wo sie länger bleiben können und auch einen Rahmen haben, um gesund zu werden. Viele Menschen kommen hier um Ruhe zu finden und sich selbst zu finden. Man muss nicht Mönch oder Nonne sein, um länger im Kloster zu leben, es gibt auch die Möglichkeit des sogenannten „Klosters auf zeit“, wo man einfach für einige Zeit im Kloster leben und arbeiten kann, um bei sich selbst anzukommen.
Hue Chuyen, ein junger Mönch aus Amerika hat seine ewige Suche hier her gebracht: „Ich war immer auf der Suche, mit meinem Studium und meinen Reisen – ich bin nach Australien gereist und kam zurück nach Detroit und bin mit dem Auto nach San Franzisko gefahren.
Immer auf der Suche. Aber ich habe es nicht gefunden, was ich suche.“ Irgendwann dachte er, „was ich suche, kann ich draußen nicht finden, diese ganze Unruhe, die mich treibt, der ganze Schmerz, ist in meinem Herz. Also bin ich geblieben, denn mein Herz ist ja meine Welt. Ich dachte, wo ist der beste Platz für meinen Entwicklungsprozess, er ist wenn ich meinem Herz folge und mit dem Herz die innere Reise antrete.“
Es gibt so viel zu erzählen, der Bericht könnte noch Seitenweise weitergehen, deshalb komme ich kurz zum Schluss: Ich habe das Klosterfest sehr genossen und wünsche, dass viele viele Menschen Buddhas Weg kennen lernen werden. Während ich mir alles ansah und anhörte habe ich so viele Gesprächsfetzen und Stimmen gehört – die Leute die zum ersten Mal kamen aus der Region waren einfach begeistert einfach von der Vielfalt und dem direkten Kontakt.
Sie haben sich gefreut an den Geschenken der taiwanesischen Nonnen Hue Lien, die den ganzen Nachmittag im Moosgarten saß und Kaligrafien malte. Sie schrieb einfach Worte die die Menschen sich wünschten auf Chinesisch. Viele Besucherinnen hatten so ein Erinnerungsstück oder ein Mitbringsel, das mit ihrem „Wunschwort“ das sie mit nachhause nahmen und insgesamt hatte ich den Eindruck von einer Stimmung und Atmosphäre die einfach beglückend und bereichernd war. „Es ist gut, dass es jetzt so was bei uns gibt“, sagt eine Frau aus Wald Michelbach, die schon manchmal zu den Meditationen am Dienstagabend kam.
Doch auch auf alle die an dem Aufbau und am Gelingen des Festes mitgeholfen hatten sprang die Freude über: Ana die den ganzen Nachmittag in der Gesundheitspraxis Menschen massierte und Massagetechniken vorstellte sagte: “es war einfach klasse, so viele Leute und alle waren so offen.“ Das Klangbett war für mich eine Offenbarung, sagt eine Besucherin, ich hatte wirklich das Gefühl, meine Organe werden zu klingen gebracht.“
Während des ganzen Nachmittags ist die Neugierde und die Freude der Menschen zu spüren, dabei interessiert besonders der gesundheitliche Aspekt, aber auch der spirituelle Teil: „Mich interessiert das, wie man die Gedanken zur Ruhe bringt“, sagte die Frau in der Buddhahalle neben mir. „Ich möchte das gerne lernen. Ich habe oft Migräne und auch Schmerzen in den Beinen. Ich kann mir vorstellen, dass mir Meditation helfen kann, denn
ich werde oft schon im Vorfeld ganz panisch, dabei sind die Schmerzen noch gar nicht da!” Und Allen aus Taiwan, der extra aus der Pagode in Frankfurt angereist kam um zu massieren sagte: „Beim Massieren habe ich mich so frei gefühlt. Ich habe gefühlt, wie neugierig die Menschen waren, Massage kennen zu lernen und dann habe ich gefühlt, wie sehr sie es genießen und das hat mich sehr sehr glücklich gemacht.“
Bericht: Antonia Keinz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pagode Phat HueSpenden für Myanmar – Ein Bericht
Petra Kühl besuchte am 6. Mai 2010 die Pagode und berichtet über die Situation in Myanmar nach dem Zyklon Nagris. Fast zwei Jahre sind vergangen seit der Zyklon Nargis in Birma weite Teile des Ayeyarwaddy Deltas, des Mon Staates und die größere Umgebung von Yangon verwüstete oder schwer beschädigte. Es gab schätzungsweise 130.000 Tote, und viele Menschen verloren ihre Familien, Haus und Hof sowie jegliche Existenzgrundlage.
Viele Menschen sind damals dem Spendenaufruf gefolgt und die Pagode Phat Hue konnte eine Summe von 10.000 € Spenden an Petra Kühl überreichen, die sich direkt vor Ort für Hilfsmaßnahmen und den Wiederaufbau von Häusern und Dörfern einsetzt. 10.000 Euro reichen aus, um ein kleines Dorf mit 20 Häusern wieder aufzubauen! Am 6. Mai besuchte sie die Pagode und berichtete Thay Thich Thien Son und Christina Blaschke von Chance to grow e.V. von den Hilfsprojekten und ihrer Arbeit. Petra Kühl lebt seit 12 Jahren in Myanmar, spricht die Sprache und kennt sich im Land aus.
Jedes der Hilfsprojekte wurde von ihr direkt initiiert und durchgeführt, so dass sie garantieren kann, dass die Spendengelder ohne Mittelsmänner vor Ort ankommen und für ihre Bestimmung eingesetzt werden. Bisher hat sie bereits 15 Projekte als Projektbeauftragte mehrerer buddhistischer Organisationen erfolgreich durchgeführt. Dafür besucht sie die zerstörten Gebiete und macht sich persönlich ein Bild von der Lage vor Ort, um entscheiden zu können, wie die Spendengelder am sinnvollsten eingesetzt werden sollten.
In der ersten Hilfsphase unmittelbar nach der Katastrophe ging es zunächst darum, in den vom Zyklon am stärksten betroffenen Regionen eine Bestandsaufnahme der Schäden und die dringendsten Hilfsmassnahmen zu leisten, um eine Hungersnot und Todesfälle in der schwierigen Zeit nach dem Sturm zu vermeiden.
In der zweiten Hilfsphase ging es um den Wiederaufbau der zerstörten Häuser. Für ein Haus muss man ungefähr 350 – 500 Euro rechnen, je nachdem ob Altmaterialien vorhanden sind, die man für den Aufbau wiederverwenden kann. Die Spendengelder wurden außerdem in Form von Grundnahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten eingesetzt.
Ihr Einsatz ermöglichte außerdem die Ausstattung eines Krankenhauses in Laputta, einem der Hauptkatastrophengebiete. Die Bausubstanz des Krankenhauses war vom Zyklon kaum beschädigt worden, es gab einen leitenden Arzt und einige Schwestern, die das Unglück überlebt hatten, doch aktive Hilfe war in so fern nicht möglich, da es keine Krankenhausausstattung gab wichtige Apparate und Instrumente fehlten. Eine großzügige Spende konnte sinnvoll eingesetzt werden und wurde so zu einer großen Hilfe für die ganze Region.
Doch nach wie vor ist auch heute, zwei Jahre nach der Katastrophe, die Situation verheerend und viele Menschen haben immer noch kein Dach über den Kopf. Wenn man sich bewusst macht, dass allein die Spendengelder der Pagode den Aufbau eines kleinen Dorfes ermöglichen ist es unbeschreibbar, dass man so viel bewirken kann!
Wir sind sehr glücklich darüber und freuen uns dass diese Unterstützung möglich wurde, nicht zu letzt von dem unermüdlichen Einsatz unserer Kontaktfrau Petra Kühl, die selbst vor Ort lebt und sich unermüdlich für die Menschen in den Notstandsgebieten einsetzt. Dank ihrer Erfahrungen vor Ort ist es möglich, dass die Gelder so direkt und effektiv eingesetzt werden können.
Die Pagode Phat Hue möchte sich nochmals in Ihrem Namen bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken, die durch Ihre Spende ermöglichen, dass viele Familien eine Lebensgrundlage bekommen! Wir vergessen oft, wie viel wir mit wenig geben können! Mit den Worten von Petra Kühl: „Die notleidenden Menschen von Birma sind Ihnen durch Ihre Hilfe auf immer verbunden!“ Wir freuen uns, wenn Sie die Projekte auch weiterhin unterstützen möchten! Petra Kühl wird uns regelmäßig von der Situation in Myanmar berichten.
15.05.10: Religion als Wasser für die Welt
Eindrücke vom Ökumenischen Kirchentag in München
Ohne Wasser können wir nicht überleben. Wasser reinigt und kann den Weg ebnen für das Neue. Im Rahmen des Podiumgesprächs „Kann das Christentum lebendiges Wasser für die Welt sein?” auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München diskutierten VertreterInnen verschiedener Konfessionen über die Rolle der Religion für den Einzelnen und für die Gesellschaft in einer Welt, die nach wie vor von Dualitäten wie arm und reich, schwarz und weiß, bestimmt wird.
Christentum ist nicht gleich Christentum …
Prof. em. Dr. Fulbert Steffensky, Hamburg, zeigte auf, dass, wie in vermutlich jeder institutionalisierten Religion, so auch das Christentum Verunreinigungen und Erstarrungen in Form von Machtdarstellungen und zur Schau stellen materiellen Protzes aufweise. Dies stelle eine Abweichung von der usprünglichen, christlichen Essenz dar und könne daher sicherlich nicht als lebendiges Wasser für die Welt betrachtet werden. Diesen “Verfehlungen”, insbesondere auch in Gestalt von brutalen Massenmorden und Terrorismus auf der Basis religiöser Motivation, eine eigene Existenzberechtigung zuzubilligen, stelle jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung für die eigene Entwicklung von Barmherzigkeit dar, um die auch er sich immer wieder bemühe.
Das lebendige Wasser aus dem Herzen fliessen lassen …
Ordensschwester Karoline Mayer, Präsidentin Fundación Cristo Vive, Santiago/Chile veranschaulichte anhand ihrer Lebensgeschichte als Missionarin, die Wichtigkeit der Demut und des Mutes, dem Göttlichen in jedem Menschen gegenüber zu treten und zu dienen – auch wenn dies das eigene Leben kostete. Dies sei ihr nur möglich durch die bedingunglose Hingabe und das Vertrauen in die göttliche Fügung. Sie benötige aufgrunddessen keine materiellen Absicherungen, akademischen Titel oder Wissen, um die Sicherheit im eigenen Herzen und Frieden in sich zu finden. Durch eine direkt aus dem Herzen entspringende Hilfsbereitschaft, jenseits von Konzepten und Vorstellungen, sei es ihr im Verlauf ihrer missionarischen Tätigkeit möglich gewesen, das lebendige Wasser zum Wohle der Menschen fließen zu lassen.
Frau Dr. Dalia Marx, Rabbinerin, Hebrew Union College, Jerusalem, stellte die mütterlichen Qualitäten von Frauen im spirituellen Leben in den Vordergrund. Sie betonte, dass überall dort, wo liebevolle Fürsorge und Beistand vonnöten seien, insbesondere auch die Frauen imstande seien, lebendiges Wasser zu spenden.
Mitgefühl, Poesie und das Erkennen inneren Reichtums …
Ahmad Milad Karimi stellte die Rolle des Mitgefühls heraus – insbesondere auch für diejenigen Menschen, die sich an die illusionäre Sicherheit materiellen Reichtums klammerten, ohne den Wert des inneren Reichtums zu erkennen. In der offenen und gelassenen Begegnung mit anderen könne man sich in wundervollem, göttlichem Frieden berühren. Dies könne auch, wie während der Podiumsdiskussion durch die einfühlsam begleitende Performance von Matthias Graf, über Musik und Poesie geschehen. Auch der Koran finde auf diese Weise als poetische Liebeserklärung von Gott an den Menschen seinen Weg in das Herz.
Zen-Meister Thich Thien Son bemerkte dazu, dass die Poesie im Buddhismus allgemein eine eher untergeordnete Rolle spiele, aber im Zen werde sie z.B. in Form von Koans als kunstvolles Mittel genutzt, um direkt das Herz der Menschen anzusprechen.
Laurence Freeman OSB, Leiter der Weltgemeinschaft für christliche Meditation, London, führte die Wichtigkeit innerer Einkehr weiter aus. Jesus, als Quelle göttlichen Wirkens, sei nicht gebunden an eine bestimmte Gestalt oder Institution – Jesus sei im Herzen eines jeden Menschen. Über die Kontemplation könne man seine Präsenz spüren und sich mit dem Göttlichen in sich selbst rückverbinden.
Die Meditationspraxis nehme im Christentum noch keine zentrale Stellung ein, so Zen-Meister Thich Thien Son, wie vergleichsweise im Buddhismus. Dennoch fänden sich viele meditative Elemente, wie z.B. im christlichen Gebet. Allein die Atmosphäre, wenn man eine Kirche betrete, spreche für sich: „Die Stille, der große leere Raum, die Neutralität – all diese Faktoren laden zur Kontemplation ein.”
Die TeilnehmerInnen stimmten darin überein, dass die christliche Meditation noch sehr viel Potential in sich birgt und ausgebaut werden sollte. Mit Hilfe der Vermittlung von Meditationstechniken durch entsprechend geschulte MeditationslehrerInnen könne man auch der Angst vor der auftretenden Leere, wenn die inneren Dialoge in der Meditation leiser werden, begegnen.
Liebe als Fundament …
Einig waren sich die ReferentInnen auch über die zentrale Rolle der Liebe. Liebe bedeute auch, Barmherzigkeit im Umgang mit religiösen Extremisten und Attentätern zu üben. Liebe bedeute das bedingungslose Annehmen des jeweiligen Moments im Hier und Jetzt und das tiefe Verstehen des Anderen.
Laurence Freeman OSB betonte darüber hinaus, dass kein Mensch glücklich sein könne, ohne Liebe zu empfangen und zu geben. Sie könne nur aus sich selbst heraus in einem gegebenen Moment entstehen – ohne inneren Zwang und Erwartungen von außen.
Religion jenseits von Konfessionen …
Ahmad Milad Karimi brachte es auf den Punkt, als er bemerkte, dass sich die anwesenden ReferentInnen eigentlich in den wesentlichen Punkten einig seien – unabhängig von ihrer jeweiligen religiösen Überzeugung: “Aber wie kann man diese Übereinstimmung zwischen den Religionen nach außen an Menschen herantragen, die sich weiterhin an der Trennung und Absonderung der Konfessionen voneinander festhalten?”
Das Göttliche ist überall und an keine bestimmte Glaubensrichtung oder Gottesvorstellung gebunden. Es manifestiert sich im hingebungsvollen Dienst an uns selbst und an den anderen, im liebevollen, achtsamen und offenen Miteinander. Wir finden es in der Stille eines jeden Augenblicks in unserem eigenen Herzen, sowohl als auch im Lächeln unseres Gegenübers.
So verstanden, kann Religion Wasser für die Welt sein.
Psycho-HP Grundmodul 1 und buddhistische Psychologie Modul 2 2011 / 2012 Veranstaltungsort: Kloster Buddhas Weg / Odenwald
Die Ausbildung vermittelt psychiatrisches Grundlagenwissen und einen Überblick über traditionelle, westliche Psychotherapieverfahren, sowie eine theoretische und praktische Einführung in die Buddhistische Psychologie und Philosophie. Sie besteht aus zwei Modulen, die auch einzeln buchbar sind.
Modul 1:
Heilpraktiker/in für Psychotherapie (HPT)
Mit Hilfe der anschaulichen und lebendigen Vermittlung von schulmedizinisch-psychiatrischen Inhalten zur Dynamik und Diagnostik seelischer Erkrankungen und der Einführung in Theorie und Praxis verschiedener psychotherapeutischer Verfahren und Methoden, erhalten Sie eine fundierten Überblick über die vielseitigen Aspekte und Möglichkeiten im Zusammenhang mit einer Tätigkeit als Heilpraktiker/in für Psychotherapie.
Ziel der Ausbildung ist eine kompetente Vorbereitung auf die Prüfung zum/r psychologischen Heilpraktiker/in nach HPG durch das jeweils zuständige Gesundheitsamt. Darüber hinaus wird den Teilnehmer/innen im Rahmen von praktischen Übungen Eigen- und Selbsterfahrung ermöglicht, um sich auf die Rolle als Therapeut/in vorzubereiten.
Nach der bestandenen Prüfung bei Ihrem Gesundheitsamt können Sie sich in eigener Praxis als Heilpraktiker/in für Psychotherapie niederlassen.
Bei erfolgreichem Abschluss der Ausbildung erhalten Sie ein entsprechendes Zertifikat.
Ausbildungsstart: 09.09.2011
Für wen ist die Ausbildung geeignet?
Die Ausbildung richtet sich sowohl an Menschen, die bereits in beratenden Berufen tätig sind und ihre Kompetenzen und Wirkungsbereiche sinnvoll erweitern möchten, als auch an alle Interessierte, die sich näher mit dem Thema „Psychologie/Psychotherapie/Buddhismus“ im weitesten Sinne befassen möchten – vielleicht auch im Hinblick auf eine berufliche Neuorientierung.
An 14 Wochenenden (insgesamt 168 Unterrichtsstunden) werden folgende Themenschwerpunkte erarbeitet:
1. WE (09.-11. 09.2011)
• Psychotherapie in Deutschland: Allgemeine Einführung
• Lernen lernen
• Anatomie und Physiologie des Nervensystems
2. WE (30.9.-02.10.2011)
• Psychopathologische Grundbegriffe
• Psychiatrische Klassifikationssysteme (ICD-10 etc.) und Psychiatrische Fallaufnahme
3. WE (04.-06.11.2011)
• Affektive Störungen (Depression und Manie)
• Schizophrenie(n)
4. WE (09.-11.12.2011)
• Neurosenlehre und Neurosen
5. WE (20.-22.01.2012)
• Persönlichkeitsstörungen
• Kinder- und Jugendpsychiatrie
6. WE (24.-26.02.2012)
• Suchterkrankungen
• Psychosomatik 1: Essstörungen
7. WE (23.-25.03.2012)
• Psychosomatik 2: Allgemeine Theorie – Schlafstörungen/Sex. Störungen – „Holy Seven“
8. WE (20.-22.04.2012)
• Theorie und Praxis: Tiefenpsychologie
9. WE (25.-27.05.2012)
• Theorie und Praxis: Verhaltenstherapie
10. WE (22.-24.06.2012)
• Theorie und Praxis: Humanistische Therapieverfahren und systemische Aufstellungen
11. WE (27.-29.07.2012)
• Theorie und Praxis: Buddhistische Psychologie
12. WE (24.-26.08.2012)
• Psychopharmakologie
• Neurologie
13. WE (14.-16.09.2012)
• Notfallsituationen
• Juristische Aspekte für die Tätigkeit als HP-Psychotherapie
14. WE (05.-07.10.2012)
• Repetitorium
• Mündliche und schriftliche Prüfung
KURSGEBÜHREN:
1. Teilnahmegebühr pro Wochenende (Einzelbuchung WE):
225 € (inkl. 2 ÜN im DZ mit vegetarischer Verpflegung)
185 € (ohne ÜN – inkl. 2 x vegetarischem Mittagessen)
2. Ermäßigter Preis bei Komplettzahlung vor Ausbildungsbeginn:
2352 € – Ersparnis 588 € (= – 20%)
Buchungsnummer: 20354
Sie erhalten ein umfangreiches Skript und ergänzendes Lehrmaterial zu den jeweiligen Unterrichtsthemen.
MODUL 2:
BUDDHISTISCHE PSYCHOLOGIE
Werkzeuge der Selbsterforschung, die tief in der Buddhistischen Lehre verwurzelt sind, wie z.B. Achtsamkeit im Alltag und verschiedene Meditationstechniken, wurden bereits in zahlreiche, westliche Psychotherapieansätze erfolgreich integriert.
Im Zentrum der Buddhistischen Psychologie steht die Befreiung des Einzelnen von das (Er)leben einschränkenden Vorstellungen und Verhaltensmustern. Dabei geht es bei Beginn des therapeutischen Prozesses zunächst darum, dem Klienten die Durchleuchtung der eigenen Ich-Struktur zu ermöglichen. Erst dann wird es möglich, den Erfahrungsspielraum auf körperlicher, geistiger und kommunikativer Ebene in der Tiefe zu verändern und zu erweitern. Ein weiteres Anliegen besteht darin, auf transpersonaler Ebene karmische Verstrickungen, die zum Teil von Generation zu Generation und darüber hinaus kollektiv weitergegeben wurden, zu erkennen und zu lösen.
Grundvoraussetzung für den gesamten Prozess und unmittelbar damit verknüpft ist die Förderung einer heilsamen Geisteshaltung (bodhicitta) und Lebensführung, die weder dem Therapeuten/Klienten selbst noch anderen Schaden zufügt, sondern zum Wohle aller beiträgt.
Die Weiterbildung wird an 19 Wochenenden (insgesamt 228 Unterrichtsstunden)stattfinden.
Der Unterrichtsstoff wird praxisnah und ansprechend aufbereitet, so dass die Inhalte dazu einladen, direkt im eigenen Alltag und in der therapeutischen Praxis angewendet zu werden. Darüber hinaus wird es viel Raum für die Eigen- und Selbsterfahrung der vorgestellten Themen sowie Fallbeispiele geben. Die Teilnehmer/innen können auch eigene Fallbeispiele einbringen.
Ziel der Weiterbildung ist der theoretische und praktische Erwerb
therapeutischer Werkzeuge auf der Grundlage der Buddhistischen
Psychologie. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Weiterbildungszertifikat
„Buddhistische Psychologie“.
Weiterbildungsstart: 31.03.2012
Für wen ist die Weiterbildung geeignet?
Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, die bereits in beratenden oder/und therapeutischen Berufen tätig sind oder über entsprechende Vorkenntnisse verfügen und ihre Kompetenzen und Wirkungsbereiche mit Hilfe der Buddhistischen Psychologie und Philosophie sinnvoll erweitern möchten. Vorkenntnisse zum Thema „Buddhismus“ sind nicht erforderlich, jedoch erleichtert eine eigene spirituelle Praxis den Zugang zu den vorgestellten Inhalten.
Die thematischen Schwerpunkte in der Kurz-Übersicht:
1. WE (31.03.-01.04.2012): Einführung: Buddhistische Psychologie als Grundlage für die therapeutische Arbeit – vom Problem zum Potential
2. WE (05.-06.05.2012): Ego – Selbst – Ich: (Selbst-)Täuschungen und Verstrickungen erkennen
3. WE (30.06.-01.07.2012): Ich & Du: Die Welt ist unser Spiegel – Interaktionsmuster verstehen
4. WE (01.-02.09.2012): Erkennen, Verstehen und Transformieren von Ängsten
5.WE (13.-14.10.2012): Wie unser Geist funktioniert: Erarbeiten einer Landkarte des Geistes: Teil 1 Abhidhamma
6. WE (24.-25.11.2012): Wie unser Geist funktioniert: Erarbeiten einer Landkarte des Geistes: Teil 2 Bewusstseinsschule (Yogacara)
7. WE (26.-27.01.2013): Achtsamkeit als psychotherapeutisches Werkzeug: Der Weg ins Hier und Jetzt
8. WE (02.-03.03.2013): Meditation als therapeutisches Werkzeug: Samatha, den Geist zur Ruhe bringen, und Vipassana, Ursache und Wirkung verstehen lernen
9. WE (20.-21.04.2013): Entwicklung einer positiven Geisteshaltung (bodhicitta) mit Hilfe der vier Unermesslichen: das heilsame Potential von liebender Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gelassenheit für das therapeutische Setting
10. WE (01.-02.06.2013): Umgang mit schwierigen Emotionen – buddhistische Integrationsarbeit für das innere Team
11. WE (24.-25.08.2013): Einführung in die Praxis des Chöd: Durchschneiden von Anhaftungen an Glaubenssätze, (Sehn)süchte und Wunschvorstellungen
12. WE (28.-29.09.2013): Systemische Aufstellungstechniken auf der Grundlage der Buddhistischen Psychologie
13. WE (09.-10.11.2013): Heilsam kommunizieren – Wege zur Mediation und Konfliktlösung
14. WE (25.-26.01.2014): Erwachsenwerden – Buddhistische Psychologie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
15. WE (01.-02.03.2014): Das Zusammenspiel von Körper und Geist – Wege zu einer buddhistischen Psychosomatik
16. WE (05.-06.04.2014): Das Festhalten loslassen: Vergänglichkeit und Leerheit erfahrbar machen
17. WE (24.-25.05.2014): Umgang mit Krisen, Blockaden und Traumata: Frieden schließen
18. WE (28.-29.06.2014): Auf dem Weg zur Befreiung: Heilung, Freude und Glück willkommen heißen
19. WE (26.-27.07.2014): Abschluss und Prüfung
(ausführlichere Informationen zu den einzelnen Wochenenden finden Sie unter www.buddhasweg.eu)
KURSGEBÜHREN:
1. Teilnahmegebühr pro Wochenende (Einzelbuchung WE):
225 € (inkl. 2 ÜN im DZ mit vegetarischer Verpflegung)
185 € (ohne ÜN – inkl. 2 x vegetarischem Mittagessen)
2. Ermäßigter Preis bei Komplettzahlung vor Ausbildungsbeginn:
3847,50 € – Ersparnis 427,50 € (= – 10%)
Buchungsnummer: 20364
Für beide Module gilt:
Unterrichtsbeginn: Jeweils Samstag 9.30 Uhr – bis Sonntag 17.00 Uhr mit entsprechenden Pausen.
Die Wochenenden können auf Nachfrage auch einzeln gebucht werden.
KONTAKT, INFORMATIONEN und ANMELDUNG:
BUDDHAS WEG
Gesundheits- und Seminarzentrum
Außerhalb 5
69483 Wald-Michelbach
(Siedelsbrunn/Odenwald)
Tel. 069 – 48 44 98 – 50 oder
Tel. 06207 – 92598 – 21
E-Mail:
info@buddhasweg.eu
Internet:
www.buddhasweg.eu
DOZENTIN:
Ann-Uta Beißwenger (Hue Pho), Heilpraktikerin und M.A. phil. hat
mehrere Jahre in eigener Praxis für psychotherapeutische
Medizin und Naturheilverfahren in Frankfurt/M und als freie Dozentin für Heilpraktikerschulen gearbeitet.
Sie hat verschiedene geisteswissenschaftliche Studiengänge absolviert,
ein Aufbaustudium in Verhaltensbiologie, sowie ein Studium
der Humanmedizin (bis 2. Staatsexamen) und eine Ausbildung zur
PR-Referentin.
Psychotherapeutische Weiterbildungen im Bereich Tiefenpsychologie,
vor allem nach C.G. Jung und S. Freud, Verhaltenstherapie (Beck,
Linehan), Systemische Ansätze und in Psychosynthese (Assagioli).
Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit Buddhistischer Psychologie
und Philosophie und lebte drei Jahre in der Pagode Phat Hue in
Frankfurt am Main und im Kloster Buddhas Weg. Sie wird weiterhin in Buddhistischer Psychologie und Philosophie unter Zen-Meister Thich Thien Son ausgebildet und ist als freiberufliche Dozentin an verschiedenen medizinischen Institutionen sowie als Heilpraktikerin und Beraterin in eigener Praxis tätig.
Ausbildungsort:
Beide Module finden in unserem in landschaftlich reizvoller Höhenlage
gelegenem Buddhistischen Kloster und Seminarzentrum
Buddhas Weg, im Odenwald, statt. Die einzelnen Unterrichtseinheiten
sind eingebettet in den Klosteralltag. Auf diese Weise bietet jedes
Seminarwochenende auch die Möglichkeit zur inneren Einkehr und
Entspannung vom Stress des Alltags. Sie sind herzlich eingeladen, an
den Meditationen teilzunehmen, wenn Sie dies möchten. Zahlreiche
Wanderwege laden in den Pausen ein, die Natur des Odenwalds
zu erkunden. Es besteht darüber hinaus auch genügend Zeit, um sich
mit den anderen Teilnehmer/innen auszutauschen und den Lehrstoff zu vertiefen. Die Lerninhalte können so effektiv verarbeitet werden