Berichte - 2007
Weihnachten 2007
Weihnachten ist ein christliches Fest, nichtsdestoweniger feiern auch wir an diesen Tagen. Zusammensein, miteinander sprechen, sich gemeinsam freuen, das sind Werte, die wir pflegen wollen. Alle waren herzlich willkommen, für Essen und Trinken war reichlich gesorgt, die schön dekorierte Tafel und Kerzenschein wärmten das Herz.
Frohe Feiertage und mögen alle fühlenden Wesen glücklich sein!
Die Sangha der Pagode Phat Hue.
Spirituelle Motivation – Ehrw. Bikshuni Thubten Chodron
Die Ehrw. Thubten Chodron hielt heute im Rahmen der Dienstagsmeditation einen Vortrag über die verschiedenen Arten von Motivation. Sind wir uns eigentlich im Klaren darüber, warum wir was wie und wann tun? Warum gehen wir jeden Tag zur Arbeit? Warum hetzen wir ständig von einem Termin zum nächsten? Warum behandeln wir manche Personen gut und manche nicht?
Streuen eines Sandmandala in der Pagode Phat Hue
Der Besuch des ehrw. Chusang Rinpoche stand im Zeichen des Friedens. Ab Freitag, dem 26. Oktober, streuten der ehrw. Chusang Rinpoche und zwei weitere tibetische Mönche des Klosters Sera Mey Tsangpa Khangtsen ein Friedensmandala und die an drei Tagen gegebenen Belehrungen befassten sich mit der Entwicklung inneren Friedens und der Kultivierung und Ausbreitung von Mitgefühl. Das Streuen des Sandmandalas entspricht tibetischer Tradition. Diese Handlung wird durch Mitgefühl und den erwachten Geist des Boddhicitta angetrieben, damit Friede, Harmonie und Verständnis unter den Menschen verstärkt und Krankheiten wie auch Krisen besser aufgelöst werden können. Das Streuen des Sandmandalas und die Belehrungen durch den ehrw. Chusang Rinpoche sind somit ein Beitrag zur Entstehung einer friedlicheren Welt. Alle Eintrittsgelder und Spenden werden für die Errichtung einer neuen Gebetshalle des Klosters Sera Mey Tsangpa Khangtsen verwendet, ebenso für 30 neue Zimmer, für Medikamente und den Unterhalt der Mönche. Das Friedenssandmandala sowie die bereits zuvor gestreuten zwei Mandalas sind nach wie vor in der Buddhahalle der Pagode Phat Hue zu betrachten.
In unserer Video-Sektion können sie sich eine Video-Dokumentation zum Streuen des Sandmandalas anschauen.
Ullambana-Fest Pagode Phat Hue 2007
Mutterliebe – Sie ist so tief wie der Ozean und so groß wie der Himmel. Die Liebe einer Mutter ist unendlich. Eine Mutter verzichtet auf viele eigene Freuden, um ihrem Kind die Liebe zu geben, die es braucht. (Thich Thien Son)
Das Ullambana-Fest gibt jedem die Möglichkeit, den Eltern und besonders der Mutter gegenüber tiefste Dankbarkeit zu erweisen. An den beiden Tagen des 22. und 23. Septembers fanden in der Pagode Zeremonien statt, die diese große Dankbarkeit sowohl auf die verstorbenen wie auch die noch lebenden Eltern übertragen sollten.
Den bereits Verstorbenen wird durch Andacht und Gebet Hilfe zuteil, die sie in ihrem neuen Leben oder in der Ebene, in der sie sich nach dem Tod befinden, erreicht. Vielfältige Opfer mit Räucherwerk, Obst und Blumen unterstützen die spirituelle Hilfe, welche die Lebenden ihren verstorbenen Verwandten zukommen lassen.
Die Verbindungen zwischen den Kindern und ihren Müttern kann durch die Zeremonien des Ullambana-Festes eine tiefe, von Dankbarkeit und Liebe durchdrungene Ebene erreichen.
In unserer Video-Sektion finden sie eine Video-Dokumentation dieses Festes. Reinschauen lohnt sich.
Ein Herbsttag im Zeichen der Freundschaft
Der XIV. Dalai Lama zu Gast bei Roland Koch
„Immer geradeaus bis zu den gelben Sicherheitswesten“. Die junge Polizeibeamtin weist mit ihrer Hand nach vorn und lächelt dabei freundlich. Die gelben Punkte auf der hellgrünen Wiese entpuppen sich beim Näherkommen als weitere Beamte, die ankommende Fahrzeuge auf den provisorischen Feld- und Wiesenparkplatz leiten. Auch sie scheint es nicht zu interessieren, dass wir zusammengedrängt in einem überfüllten Auto sitzen, denn heute sind die üblichen Vorschriften ausser Kraft gesetzt. Seine Heiligkeit, der XIV. Dalai Lama, kommt in den Hessenpark bei Neu-Anspach. Wo er auftaucht eilen ihm Freundlichkeit, Friedfertigkeit und ein kleines Augenzwinkern voraus.
Bericht über die Audienz bei Seiner Heiligkeit XIV Dalai Lama in Hamburg
Im Rahmen seiner Unterweisung in Hamburg gab uns S.H. Dalai Lama am 25. Juli 2007 die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch. Anlass der Audienz war die Vorbereitung seines Besuches in Frankfurt im Juli/ August 2009.
Wir warteten geraume Zeit und während wir dann von einem Raum in den nächsten geführt wurden, machte sich gespannte Nervosität breit. Wie wird das Gespräch verlaufen, wird Seine Heiligkeit unsere Vorschläge für das Event 2009 akzeptieren, welche Empfindungen wird die Präsenz seiner Heiligkeit in uns auslösen, welche Impulse können wir aus dieser Audienz mitnehmen?
Im 3. Raum schließlich sollten wir S. H. Dalai Lama treffen. Als er dann mit seinem Mitarbeiterstab den Raum betrat, entwickelte sich sofort eine Atmosphäre, die man mit den Begriffen tiefe Ruhe und konzentrierte Aufmerksamkeit umschreiben könnte. Wie schon bei früheren Treffen, so beeindruckte uns auch diesmal die ausnehmende Freundlichkeit, Heiterkeit und Einfachheit des großen Gelehrten.
Vorträge und Unterweisung durch S.H. Dalai Lama in Hamburg vom 21.07. – 27.07.2007
Persönlicher Eindruck einer Zen-Schülerin
Die Tage in Hamburg bei den Belehrungen S.H. Dalai Lama sind vorüber und doch kommt es mir vor, als wenn sie noch nicht zu Ende seien, sie schwingen nach und der Alltag hat noch nicht recht Fuß fassen können. Es war eine sehr intensive Zeit, in der das normale Zeitgefühl verloren gegangen ist und erst langsam wiederkehrt.
Internationaler traditionsübergreifender Kongress Buddhistischer Nonnen
Universität Hamburg, 18.-20. Juli 2007 mit Abschlusswort S.H. Dalai Lama
Im Vorfeld des Besuches S.H. Dalai Lama in Hamburg fand der erste internationale Kongress zum Thema: „Die Rolle der Frau in der buddhistischen Sangha und Wiedereinführung der Nonnenvollordination“ statt.
Namhafte Referenten wechselten sich in zahlreichen Vorträgen und Diskussionen ab und beleuchteten das Thema aus historischer, philosophischer, sozialer und kultureller Sicht. Dabei wurden zwei grundlegende Aspekte herausgearbeitet:
Die Stellung der Frau in buddhistischen Ordensgemeinschaften einerseits und die Möglichkeit der Wiedereinführung der Vollordination für Nonnen in der tibetischen Tradition und in der Theravada-Tradition andererseits.
Vesakfest zu Buddhas Geburtstag in Frankfurt am Main
Unter dem Motto „Buddhismus im Alltag“ feierten buddhistische Gruppen unterschiedlicher Traditionen und Kulturen aus Frankfurt und Umgebung zum zweiten Mal ein gemeinsames Vesak Fest im Ostpark. Der Himmel hatte wohl zunächst die Zeremonie der symbolischen Buddhawaschung zu wörtlich genommen und heftige Schauer geschickt, aber nachdem sich dann auch die Sonne blicken ließ, haben ungefähr zweitausend Menschen das vielseitige Programm mit heiteren kulturellen Darbietungen, Zeremonien, Vorträgen und Podiumsgesprächen sowie auch die asiatischen Köstlichkeiten und Erfrischungen genossen.
Abt Thich Thien Son konnte den Besuchern des Vesakh Festes auch die freudige Nachricht übermitteln, dass S.H. derXIV. Dalai Lama 2009 nach Frankfurt kommen wird. Den Abschluss bildete eine beeindruckende Kerzenzeremonie mit Reliquiensegnung.
Vesakfest in der Pagode Phat Hue
Nur der Geburtstagskuchen fehlte auf der Feier der deutsch-vietnamesischen Gemeinde zu Buddhas Geburtstag. Talentierte Tänzerinnen und Tänzer sowie Sängerinnen und Sänger unterhielten die große Menge an Besuchern mit einer bunten Auswahl vietnamesischer Lieder und Tänze. Angefangen von traditionellen Gitarrenklängen bis hin zu Technorhythmen gipfelte der Abend mit dem Auftritt des vietnamesischen Superstars Phi Nhung und einer wunderbaren Show.
Vesakfest der Pagode Vien Giac – Hannover
Zum ersten Wochenende im Mai, feierte dieses Jahr die Pagode Vien Giac in Hannover den 2551 Geburtstag Buddhas, das sogenannte Vesakfest.
Wie jedes Jahr strömten tausende Besucher zur Pagode, um dort zu beten, sich zu treffen und die zahlreichen Stände auf dem Gelände der Pagode zu besuchen.
Der Höhepunkt des Vesakfestes stellte die Vesakzeremonie und der Almosengang aller Ordinierten Mönche und Nonnen dar, welche aus ganz Europa angereist waren.
Buddhistischer Kulturtag mit Vesakfeier in der Stadt Taucha (Leipzig)
Am Sonntag, den 20. Mai 07, fand in Taucha bei strahlendem Sonnenschein rund um den Schöppenteich erstmalig eine buddhistische Kulturveranstaltung mit Vesakhfeier statt.
Der Einladung der ehrwürdigen Nonne Tam Vien, der Vietnamesischen Buddhistischen Gemeinde Berlin waren zahlreiche Gäste gefolgt. Auf der Bühne am Rande des Sees wurden die offiziellen Zeremonien zu Buddhas Geburtstag mit Mönchen und Nonnen unterschiedlicher buddhistischer Traditionen auf deutsch und vietnamesich zelebriert.
Der ehrw. Thay Hanh Tan, Abt der Pagode Vien Giac in Hannover, erinnerte in seinen Grußworten an den Gedanken des Neubeginns bei der symbolischen Buddhawaschung, die von Buddhisten und Nichtbuddhisten durchgeführt werden konnte.
Bürgermeister, Dr Schirmbeck und Prof Dr Mümel, sprachen einige Worte zu der doch schon beträchtlichen buddhistischen Tradition der Stadt Leipzig und bekundeten ihr Wohlwollen an diesem Neubeginn, der aus der großen vietnamesichen Gemeinde heraus erwachsen kann.
Anschließend fand ein buntes Programm mit Gesang, Tanz und sportlichen Darbietungen auf der Bühne statt und auf dem Gelände konnte das Publikum an Pavillons Informationen oder asiatische Spezilitäten erwerben. Für Kinder war in einem kleinen Spielpark für Unterhaltung gesorgt.
Wir hoffen, dass dieser wunderschöne Tag alle bekräftigt hat, das Projekt des Baus einer neuen Pagode in Leipzig an genau diesem Platz zu unterstützen !
Zenkulturforum – Infotage in Holzminden
Am 18. und 19. Mai fand in Holzminden eine Messe zum Thema ganzheitliches Leben statt, welche von Thich Thien Son, Abt der Pagode Phat Hue und Vorsitzender des Zenkulturforums Weserbergland, initiiert worden war. Bei der Messe waren verschiedene Aussteller mit ihren Produkten zu besserem Wohnen, besserer Ernährung und stressfreierem Leben vertreten. Gleichzeitig informierten Heilpraktiker, Fastenspezialisten, Kineseologen sowie Experten der Entspannung, der Meditation oder des Feng Shui über die Möglichkeiten der Lebensverbesserung.
Besuch aus Plum Village
Samadhi Meditation
Wörtlich übersetzt aus dem Pali: „Fest-zusammen-gefügtsein“
(sam + a + dha).
Samadhi, “Sammlung, Konzentration“, ist das Gerichtetsein des Geistes auf ein einziges Objekt: „Die Einspitzigkeit des Geistes“, die durch mehrstündige Sitzeinheiten trainiert und geschult wird.
Die diesjährige freie Zeit über Ostern, vom 5. bis 9. April 2007, haben wir – eine Gruppe von über 50 Personen, Ordinierte und Laien, in unserer Pagode Phat Hue in Frankfurt, in Schweigen und stiller Meditation verbracht.
Vortrag im Museum der Weltkulturen
Im Rahmen der Ausstellung “Buddhismus entdecken – Der Schatz der drei Juwelen”, hielt Zen-Meister Thich Thien Son am 21.02.07 einen Vortrag im Museum der Weltkulturen zum Thema „Achtsamkeit in der Zen-Tradition“.
Vietnamesisches Neujahrsfest
Vom 17. zum 18. Februar wurde in der Pagode das Vietnamesische Neujahrsfest gefeiert, welches nach der asiatischen Astrologie dem Tierkreiszeichen des Schweines zugeordnet ist.
Viele Menschen kamen um das Ende des alten Jahres und den Beginn des neuen Jahres mit religiösen Zeremonien wie den Reinigungsritualen, der Mitternachtsmesse und den persönlichen Fürbitten zu begehen.
In diesem religiösen Programm war auch ein Kulturprogramm eingebettet, zu welchem Punkte gehörten wie Begrüßung der Ahnen, Theateraufführungen, Tänze und Kampfsportvorführungen oder der Löwentanz, der sich ständiger Beliebtheit erfreut. Die Anwesenheit dieser Löwen verspricht Frieden, ihre Abwesenheit dagegen würde Krieg verheißen. Sie dürfen folglich bei einem solchen Fest nicht fehlen.
Am Sonntag konnten die Menschen dann auch durch eine Reliquienzeremonie, d.h. die Vergabe einer Segnung in einer besonderen Weise den Neujahrestag beginnen.


