Reviews - 2008
12. Dezember 2008 – Dankbarkeit und Vergebung
Ein Meditationsabend mit Bhante Punnaratana
Über 50 Menschen versammelten sich Freitagabend in der vorweihnachtlich geschmückten Buddhahalle der Pagode Phat Hue, um über Dankbarkeit und Vergebung zu meditieren. Tannenzweige, goldene und kupferfarbene Weihnachtsbaumkugeln sowie ein Lichtermeer von Kerzen umgaben die drei im Zentrum aufgestellten Buddha-Statuen. Diese Kombination von buddhistischer und abendländisch-christlicher Dekoration spiegelte die Botschaft des gelungenen Abends wider: unabhängig von individueller Religion und Glauben können wir inneren Frieden nur dann finden, wenn wir Dankbarkeit und Vergebung in unserem Leben praktizieren. Jesus und Buddha haben uns dies gleichermaßen vorgelebt.
Ajahn Brahm: Die Leichtigkeit des Seins oder die Kunst des Eiersammelns
Australischer Humor in der Pagode Phat Hue
Der Besuch von Ajahn Brahm in der Pagode Phat Hue war ein echtes Highlight 2008. „It was just awesome!“ („es war einfach nur fantastisch“) – auf diese Weise fassten viele der internationalen Teilnehmer/innen die Tage mit Ajahn Brahm zusammen. Über die Hälfte der Besucher kam zum Beispiel aus Schottland, Frankreich, Holland, Tschechien und sogar aus Mexiko. Selten wurde bei Dharmavorträgen so viel gelacht wie während der letzten vier Tage! Der Abt des Bodhinyana-Klosters in Perth, Westaustralien, versteht es auf einzigartige Weise, Dharma für den Westen mit Humor und Tiefgang zu präsentieren. Seine wöchentlichen Belehrungen auf You-Tube haben in der westlichen Buddhismus-Szene nahezu Kult-Status – über 20.000 Zuhörer/innen schalten sich dort regelmäßig ein.
Die Pagode Phat Hue auf der Buchmesse 2008 – Vortrag und Gesprächsrunde
Am kommenden Samstag den 18.10.2008 halten die Novizin Hue Nghiem und der Novize Hue Ngo auf der Buchmesse Frankfurts einen einführenden Vortrag in den Zen der Pagode Phat Hue: Geist verstehen – Körper heilen. Buddhistische Psychologie und Zen. Inhalt des Vortrages wird an die Themen der ersten beiden Zen-Seminare angelehnt sein.
Zeremonie gegen karmische Verstrickungen – ein Bericht
Gestern fand in der Pagode Phat Hue die mit Spannung und hohem Interesse erwartete Zeremonie zur Auflösung karmischer Verstrickungen statt. Mit über 200 teilnehmenden Besuchern füllte sich die bereits durch Dekorationen reichlich geschmückt und gefüllte Buddhahalle bis auf den letzten Platz – mindestens die Hälfte der Besuchern waren westliche Buddhisten oder Interessierte. Alle Anwesenden können sich sehr glücklich schätzen, an diesem Tag den Rezitationen, Segnungen und Reinigungen beigewohnt zu haben. Lesen sie hier einen längeren Bericht zu dieser seltenen Zeremonie und schauen sie sich die ersten Fotos an.
Mitschnitt der Zeremonie gegen karmische Verstrickungen [0:34m]: Play Now | Play in Popup | DownloadKinder erobern Pagode – Laternenfest 2008
Über 400 Kinder und ihre Eltern besuchten am heutigen Samstag das große Kinder- und Laternenfest der Pagode Phat Hue. Die Clowns und das Theater der Sanghagemeinschaft, Spiel, Spaß und Gesang sowie eine riesige Menge Luftballons bescherten unseren kleinsten Gästen einen bunten und abwechslungsreichen Tag.
Karuna Informationsabend war voller Erfolg
Am Samstagabend haben das Karuna-Team um den Ehrw. Bhante Punnaratana in der Pagode Phat Hue das Karuna Samadhi Projekt in warmer und familiärer Atmosphäre den Besuchern vorgestellt.
Ein ganz besonderes Flair – das Ullambana-Fest 2008
Ullambana – das asiatische Muttertagsfest. Auch an diesem Samstag kehrten über den Tag verteilt an die 5000 Besuchern in der Pagode Phat Hue ein, um an den Gedenk- und Dankeszeremonien in der Buddhahalle teilzunehmen, Freunde und Verwandte zu treffen oder ganz einfach das besondere Flair des Miteinander rund um die Pagode zu genießen, dass neben den zahlreichen Vietnamesen auch immer mehr Deutsche in seinen Bann zieht:
Seine Heiligkeit XIV. Dalai Lama in Paris
Weihung der Pagode Khanh An in Evry
Am Dienstag, 12. August 2008 war Seine Heiligkeit der XIV. Dalai Lama zum Auftakt seiner Reise nach Frankreich zu Gast in der vietnamesischen Pagode in Evry. Er weihte in einer Runde von insgesamt 1500 geladenen Gästen den Neubau der wohl größten buddhistischen Pagode Europas.
Zwei unserer Ordinierten durften der Einladung folgen und an der Veranstaltung teilnehmen.
20. European Buddhist Summer-Camp in Amiens
Die Sangha der Pagode Phat Hue nahm in der vergangenen Woche am 20. buddhistischen Sommer-Camp der vietnamesischen Buddhisten Europas in Amiens (Frankreich) teil. Während des 7 Tage langen Aufenthaltes standen umfangreiche Belehrungen, Zeremonien und ein Rezitationstag der Reine-Land-Schule auf dem Plan. Außerdem ergab sich genügend Freizeit, in der ein offener, warmer und freundschaftlicher Austausch zwischen westlichen und asiatischen Ordinierten, Meditation im Freien sowie die Erkundung der regionalen Sehenswürdigkeiten stattfinden konnten.
Begegnung der besonderen Art: Pagode Phat Hue meets Plum Village
Die Sonne ging auf, um einen neuen Tag anzukündigen. Wir saßen immer noch im Auto und waren inzwischen irgendwo in Frankreich in der Nähe von Bordeaux. Unser Ziel für dieses Wochenende: Thich Nhat Hanh’s Plum Village. Die meisten von uns kannten Thich Nhat Hanh bisher nur über seine zahlreichen Buchveröffentlichungen, vor allem zum Thema Achtsamkeit. So waren wir alle sehr gespannt, ihn und seine Gemeinschaft zwei Tage lang live zu erleben zu dürfen.
Ehrw. Pa Auk Sayadaw in der Pagode Phat Hue
Was ist Leben – was bedeutet Leben? Dies waren die zentralen Fragestellungen der Dharmarede am Dienstagabend. Der Ehrw. Pa Auk Sayadaw erklärte, dass Leben aus buddhistischer Sicht automatisch auch die Erfahrung der drei Daseinsmerkmale Vergänglichkeit (anicca), Leid (dukkha) und Ich-Losigkeit (anatta) beinhaltet. Wieso ist dem so? Weil alle Körperlichkeiten (rupa) und alle geistigen Objekte (nama) letztendlich durch winzige, subatomare Partikel – so genannte Kalapas - zusammengesetzt sind, welche wiederum selbst dem Prinzip der Vergänglichkeit unterworfen sind. Abhängig von den jeweils aktuellen Bedingungen finden sie sich in unterschiedlicher Kombination zusammen, um die materiellen und die geistigen Objekte zu formieren. Das Leid entsteht, wenn wir versuchen, an den Phänomenen festzuhalten. Da alle Erscheinungen vergänglich sind, muß dies zu Frustration und Unzufriedenheit führen. Wenn sich die Zusammensetzung der Objekte ständig ändert, kann es auch kein “dauerhaft in dem Objekt wohnendes”, also beständiges “Selbst” geben. Alle Erscheinungen sind daher ihrer Natur nach “leer”. Die Dinge entstehen und vergehen in jeder Sekunde – nur durch das Zusammenspiel von Ursache und Wirkung bedingt.
Vesak – Ostpark
Viele verschiedene buddhistische Zentren und Gruppen aus dem Rhein-Main-Gebiet organisierten nun bereits zum dritten Mal das Vesak-Fest im Frankfurt Ostpark. Während das letzte Vesak 2007 wortwörtlich ins Wasser fiel, hielt sich der Regen dieses Jahr höflich zurück – Sonnenschein überwog und vertrieb dunkle Gewitterwolken.
Das Vesak-Fest erinnert an die Geburt, Erleuchtung und den Eintritt in das Nirvana (Parinibbana) des Buddhas vor mehr als 2550 Jahren in Nordindien. Traditionell feiern asiatische Länder dieses Fest am ersten Vollmond im Mai als eines der wichtigsten und größten buddhistischen Feiertage. Der Vollmond symbolisiert hierbei Buddhas Erwachen.
Die Stimme Tibets – Ein Konzertbericht

Der Abend der gesungenen Mantras mit Ani Choying war entzückend. Es ist eine wundervolle Erfahrung, solch weichen und ruhigen Melodien zu lauschen, wissend, dass es sich um die Klänge von Mantren handelt. Ani Choying eröffnete den Abend mit einem besonderen Avalokiteshvara-Mantra und beendete ihn mit dem wohl bekannten Om Mani Pad Me Om – an dessen Rezitation sich das gesamte Publikum beteiligte.
Unsere Hilfe für Burma
Spendenaufruf für die Opfer der Naturkatastrophe in Burma
Liebe Freunde,
die Sangha der Pagode Phat Hue möchte mit Eurer Hilfe eine gezielte Unterstützung für die Betroffenen in Burma leisten.
Wir wollen mit den gesammelten Spenden den Menschen in ihrer Not helfen und die notwendigsten Nahrungsmittel zum Überleben sichern. Weiterhin wird die Hilfe zum Wiederaufbau von Unterkünften eingesetzt.
Durch unsere persönliche Verbindung nach Burma können die Geldmittel direkt vor Ort übergeben werden und kommen daher den Hilfsbedürftigen ohne Umwege zu Gute.
„Wir brauchen ein Jahrhundert des Dialogs, um unsere Probleme friedlich lösen zu können!”
Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama in Berlin
Große Solidaritätskundgebung für Tibet am 19. Mai 2008
Über 25.000 Menschen hatten sich am Montagnachmittag rund um das Brandenburger Tor versammelt, als das geistliche Oberhaupt der Tibeter die Bühne betrat.
Gleich zu Beginn seiner Rede bewies Seine Heiligkeit einmal mehr, was grenzenloses Mitgefühl in der praktischen Umsetzung bedeutet: „Lasst uns unsere Anteilnahme für die chinesischen Brüder und Schwestern ausdrücken – viele haben ihre Angehörigen durch das Erdbeben verloren und leiden“. Darüber hinaus appellierte er an seine Landsleute, die Demonstrationen vor Ort in Tibet für ein paar Tage auszusetzen, um Mitgefühl für das chinesische Volk zu zeigen.
Vietnamesisches Neujahrs- und Kulturfest
Im Rahmen der mehrtägigen vietnamesischen Neujahrsfeierlichkeiten lud die Vietnamesisch-Buddhistische Gemeinde Frankfurt e.V. am Samstag, den 9. Februar 2008 zu einem abwechslungsreichen Programm. Nahezu 2000 Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen an den buddhistischen Zeremonien und dem abendlichen Unterhaltungsprogramm teil.
Nach der Eröffnung des Tages hatten die Besucher die Möglichkeit, Zuflucht zu den drei Juwelen (Buddha, Dharma und Sangha) zu nehmen. Sie verpflichten sich von unheilsamen Handlungen Abstand zu nehmen und mehr und mehr heilsamen Taten und Gedanken in ihrem Leben Raum zu geben. Im Anschluß an die buddhistische Zufluchtnahme hielt der Abt der Pagode, Thich Thien Son, eine Ansprache zum Beginn des „Jahres der Ratte“.
Vietnamesisches Neujahrsfest in Frankfurt
6. Februar 2008, Mitternacht. In der hell erleuchteten Buddhahalle warten die Besucher gespannt auf den Einzug der Mönche und Nonnen. Dann erschallen der dumpfe Klang der großen Glocke und der durchdringende Ton der großen Trommel – Auftakt für den religiösen Festakt. Video-Dokumentation
Von Windmühlen und Mauern im Wind
Bericht zu einem Seminar mit schweizer Unternehmern in Berlin
Prof. Dr. Anton Gunzinger, Inhaber der Firma „Super Computing Systems“ in Zürich, ist der Veranstalter einer Seminarreihe zum Thema „Forschungsreise zur Seele des Unternehmens“. In diesem Jahr fand das 4. Seminar dieser Veranstaltungsreihe statt, welche aus dem Gedanken heraus entwickelt wurde, wirtschaftliche und ethische Grundsätze miteinander zu verbinden. Diese Idee führte zu einem fruchtbaren Austausch zwischen Prof. Dr. Gunzinger und Abt Thich Thien
Am 17. Januar trafen sich 23 schweizer Unternehmer sowie 6 Mönche und Nonnen der Pagode Phat Hue in Berlin. Was bringt diese auf den ersten Blick doch recht unterschiedliche Gruppen zusammen? Nun, das Thema „Wendepunkte“.
Alle Jahre wieder…

Wie in jedem Jahr so feierten wir auch diesmal die Jahreswende zusammen mit der vietnamesischen Gemeinde und den Freunden der Pagode.
Dennoch werden wir vom 8.-10. Februar 2008 natürlich auch entsprechend dem asiatischen Kalender das chinesische Neujahrsfest groß feiern.
Frohes Neues wünscht Ihnen die Sangha der Pagode Phat Hue
Ordination in der Pagode Phat Hue
Im Rahmen einer stimmungsvollen Feier wurden am 28.12.2008 drei Anwärter in den Lin -Chi Orden der Pagode Phat Hue aufgenommen.
„Ich heiße Lelio de Dominicis, bin 31 Jahre alt und bitte um Aufnahme in die Sangha“. Lelio ist einer von drei jungen Leuten, die am 28.12.07 in den Orden aufgenommen wurden. Warum wünschen in der heutigen Zeit
Männer und Frauen als Novize oder Novizin den Ordensweg zu gehen und ihr Leben in der Gemeinschaft zu
verbringen ?
Die Antworten sind ganz individuell: So sagte Maya Oelke, sie habe schon als Kunststudentin den Wunsch gehabt, eine gute Künstlerin und ein guter Mensch zu werden. Sie wünsche sich, wahres Mitgefühl zu entwickeln, ihr sei aber bewusst, dass sie dazu große Klarheit und Selbstvertrauen aufbauen müsse. Die Sangha sei nun genau der richtige Ort, um sich selbst zu reflektieren, Selbstvertrauen zu gewinnen und klare Strukturen in sich selbst zu entwickeln.
Wolf Schacht sagte bei seiner Vorstellung, er habe in den letzten Monaten, die er gemeinsam mit den Mönchen und Nonnen als Praktikant verbracht hatte, gemerkt, wie gut ihm das Gemeinschaftsleben getan habe und wie sehr er sich selbst den Mitmenschen gegenüber öffnen konnte. Warum er sich nun wünschte, Mönch zu werden, konnte er jedoch kaum auf einen Aspekt reduzieren: ” Ich will Mönch werden, um heraus zu finden, warum ich Mönch werden will!” Er folgte bis zur Ordination einem tiefen inneren Gefühl, das Richtige zu tun.



