Newsletter der Pagode
Ehrw. Pa Auk Sayadaw in Buddhas Weg, 1.Woche 1.Teil
Generationsaufstellungen: Die Familiendynamik verstehen lernen
Wir müssen Wechselspiele zwischen Vater und Mutter dringend erkennen, beobachten und schauen, welche von ihnen wir übernommen haben. Denn nach diesen Vorbildern suchen wir uns Freunde und Partner aus. Das ist die Verblendung, von der Buddha immer wieder spricht: Wir haben keinerlei Klarheit darüber, dass sich Gewohnheitsmuster und Wunschvorstellungen unserer Vorfahren von Generation zu Generation übertragen.
Familienaufstellungen – Organisationsaufstellungen
Befreiende Einblicke in unbewußt wirkende Verhaltensmuster
Es ist noch nicht lange her, dass systemische Familienaufstellungen als „neue esoterische Wundermethode“ bei der Bewältigung hartnäckiger persönlicher Schwierigkeiten und alter Konflikte innerhalb der Familie gehandelt wurden. Inzwischen ist die z.T. verblüffende Wirksamkeit jedoch wissenschaftlich dokumentiert und die Aufstellungsmethode etabliert sich sogar zunehmend in renommierten Wirtschaftsunternehmen als höchst effizientes und kostengünstiges Diagnose- und Lösungsinstrument (Organisationsstellen).
Teezeremonie für die Familie – Neue Wege zueinander finden
Die Teezeremonie stellt eine Möglichkeit dar, mit unseren Familien und Freunden einen neuen Dialog zu führen. Im Alltag haben wir selten die Gelegenheit für ruhige und gelassene Kommunikation. Oft beschützen wir unser Ego und blockieren den Fluss des Gesprächs. Mit der Teezeremonie lösen wir dies auf und schaffen eine Basis, auf der es sich besser kommunizieren lässt.
Portrait Dr. Holger von Jaruntowski
Heilpraktiker und Ethnologe Holger von Jaruntowski hat seine Doktorarbeit in Ethnologie geschrieben. Über die Vorstellungen von Seelen bei mexikanischen Indianern. Schon lange beschäftigt sich der Heilpraktiker mit Fragen wie „Was passiert eigentlich nach dem Tod?“ Während seines Studiums der Ethnologie, Archäologie und Psychologie in Bonn und Köln reiste er unter Anderem nach Westafrika, Sibirien und Namibia. Jahrelang hatte er gesucht, geforscht und geschrieben wie andere Völker und Heiler – ob in Afrika, Lateinamerika oder Asien – Krankheiten sehen und behandeln. Er befasst sich mit Daoismus, der Harmonielehre von Mensch und Natur, der Fünf-Elementen-Lehre und mit Yin und Yang. Dann bildet er sich zum Heilpraktiker aus und spezialisiert sich auf Traditionelle Chinesische Medizin. Ausgelöst durch seine chinesische Lehrerin, Dr. Min Liu-Wallow. Krankheiten aufdecken, körperliches und seelisches Leid lindern, das ist der Motor in seinem beruflichen Leben.
Buchtipp: “Schritte der Achtsamkeit” von Thich Nhat Hanh
Friede, Freude, Eierkuchen?
Als ich vor etwas mehr als 2 Jahren das erste Mal ein Buch von Thich Nhat Hanh las, in welchem die Rede davon war, die eigenen Gefühle zu umarmen, sich selbst und anderen tief zuzuhören und glücklich darüber zu sein, sehen und atmen zu können, steckte ich diese Methoden in eine Schublade mit der Aufschrift „blumig, Friede, Friede, Eierkuchen“. Ich war noch nicht wirklich bereit dazu, Thich Nhat Hanhs „Schritte der Achtsamkeit“ zu gehen.
Buchtipp: Als der Buddha einst ein Löwe war
Hier haben wir ein weiteres Buch aus der „Feder“ Andrea Liebers’ – dieses Mal wählte sie nicht die Lebensgeschichte Buddhas, sondern viele kleine Lebensgeschichten aus den früheren Leben des Buddha. 18 kurze Geschichten in denen der Buddha in der Welt der Tiere wiedergeboren wurde, wählte sie aus den 547 Jatakas – den Erzählungen über die früheren Wiedergeburten des Buddhas.
Portrait Bhante Punnaratana
„Ich bin so stolz auf meine Mutter. Ich mache ihre Arbeit weiter in ihrem Namen.“
Er hört immer aufmerksam zu. Er spricht immer gelassen. Und er kann tief vom Herzen lachen. Und dabei leuchten seine dunklen, liebevollen Augen. Bhante Punnaratana. In der Pagode kennen ihn viele Schüler/innen als Meditationslehrer. Und er vermittelt sanft die buddhistische Lehre, wie ein heilsames Juwel. Und das ist auch sein Name auf Pali: Punna bedeutet heilsam und Ratana ist das Juwel.
Der Wasserbüffel als Verkörperung eines Bodhisattva
Vor langer langer Zeit…
…gab es weit oben im Himmel zwei Engel, die sich sehr lieb hatten. Sie wollten daher heiraten. Auf der Erde ist es so, dass man sich ohne größere Probleme scheiden lassen kann, sollte man dann doch nicht so recht zusammen passen. Aber im Himmel ist das anders. Vor Gott muss eine Ehe für die Ewigkeit halten, daher sagte Gott zu den beiden Engeln, dass sie sich zunächst einer Prüfung unterziehen müssten, bevor sie sich das Ja-Wort geben dürften.
Portrait Axel Flachowsky
Mit diesem Januar-Newsletter starten wir eine Portrait-Serie. Wir möchten Ihnen in kurzen persönlichen Berichten Lehrerinnen und Lehrer vorstellen, die in der Pagode Kurse und Lehrgänge anbieten, wie z.B. Tai Chi, Yoga, Buddhismus, Fußreflexzonenmassage etc. Welche Person verbirgt sich hinter dem Namen, den wir oft nur im Newsletter oder Flyer lesen. Im ersten Teil stellen wir Ihnen den Tai Chi- und Qi Gong-Lehrer Axel Flachowsky vor.
2009 – das Jahr im Zeichen des Wasserbüffels (Ochsen)
Im Jahr der Ratte hatten wir Gelegenheit, Altes los zu lassen und Neues auszuprobieren. Nach der chinesischen Astrologie hilft uns die erdige Energie des Wasserbüffels nun, die neuen Wege weiter zu verfolgen und zu vertiefen. Es wird also weniger ein Jahr der großen Veränderungen, sondern mehr ein Jahr der Stabilisierung und Sicherheit.
Veranstaltungshinweise:
Vietnamesisches Silvester- und Neujahrsfest
Feiern Sie mit uns den Beginn dieses Neuen Jahres, welches im Chinesischen Tierkreiszeichen des Wasserbüffels steht.
Das Programm finden Sie hier
Datum | 25. – 28. Januar 2009 und 31. Januar 2009
Ort | Pagode Phat Hue, Hanauer Landstr. 443, 60314 Frankfurt
Kontakt | 069-48449850 o. info@phathue.de
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Einstimmung und Aussicht auf das neue Jahr von Abt Thich Thien Son
Liebe Freundinnen und Freunde der Pagode,
Ihnen allen wünsche ich ein gutes und gesundes neues Jahr!
Es ist das Jahr des Wasserbüffels. Stabilität und Sicherheit sind die Hauptthemen in 2009. Wir sollten uns dennoch etwas dickere Haut zulegen, nämlich die eines Wasserbüffels. Und wir können dabei trotzdem weich und sensibel bleiben. Mehr zum Jahr des Wasserbüffels lesen Sie im Artikel von Hue Pho.
Vietnam-Reiseplan 2009
03. März
Ankunft in Ho Chi Minh City (Saigon)
Ankunft am Flughafen Tan Son Nhat – Transfer zum Hotel, Freizeit.
18.00 Uhr Abendessen, danach Freizeit
„Ach Du liebe(nde) Güte!” – Weihnachten als Fest der Liebe
Weihnachten wird häufig als Fest der Liebe verstanden. Man feiert im Kreise der Lieben und beschenkt sich reichhaltig, um Anderen Freude zu bereiten. Viele Menschen nutzen die stimmungsvolle Zeit zwischen den Jahren, um sich zu besinnen und in sich zu gehen.
Im Buddhismus gibt es traditionellerweise kein Weihnachtsfest. Wohl aber feiern mittlerweile viele Buddhisten/innen im Westen wie auch in Asien ebenfalls Weihnachten. Die Botschaft des Weihnachtsfestes, einander zu vergeben und den Nächsten zu lieben, finden wir nicht nur im Christentum. Auch die buddhistischen Weihnachtsbäume werden mit La(metta) (metta = liebende Güte) geschmückt.
Buchtipp: Das Geheimniss des Buddha
„Das Geheimnis des Buddha“ von Andrea Liebers verpackt die Lebensgeschichte des historischen Buddha mit all ihren Legenden, Erzählungen und „Fakten“ in einen kindgerechten, spannenden und Interesse weckenden Erzählrahmen:
Andrea Liebers erzählt die Geschichte der Geschwister Siri und Tissa. Sie leben in einem Dorf in Indien und werden eines Nachts Zeuge eines erstaunlichen Erdbebens, das sogar den Himmel ins wanken bringt – selbst die Sterne hüpfen auf und ab. Andrea Liebers lässt die beiden Kinder am nächsten Tag einem Mönch begegnen, der ihnen den Grund dieses außergewöhnlichen Naturschauspiels erzählen kann: Der Tod des erhabenen Buddha…
„Die Ethik des Mitgefühls“ S.H. Dalai Lama
Auszug aus „Das Buch der Menschlichkeit – Eine neue Ethik für unsere Zeit“ 2. Auflage 2002.
„[…]Alle bedeutenden Religionen heben die Wichtigkeit der Entwicklung von Liebe und Mitgefühl hervor. In der philosophischen Tradition des Buddhismus werden diesbezüglich verschiedene Verwirklichungsstufen beschrieben. Auf der ersten Stufe wird unter Mitgefühl weitgehend das Einfühlungsvermögen verstanden, also die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und ihr Leid bis zu einem gewissen Grad zu teilen. Doch Buddhisten – und vielleicht auch andere Menschen – glauben, daß sich diese Fähigkeit so weit fortentwickeln lässt, daß unser Mitgefühl nicht nur ohne jeden Aufwand, wie von selbst in Erscheinung treten kann, sondern dass es zugleich bedingungslos ist, keine Unterschiede macht und allumfassend ist. Ein Gefühl der Nähe zu allen anderen Lebewesen entsteht – selbstverständlich einschließlich jener, die uns wehtun –, ein Wesenszug, der in der entsprechenden Literatur mit der Liebe einer Mutter zu ihrem einzigen Kind verglichen wird.
Metta-Meditation für Kinder (und Erwachsene)
Metta-Meditation ist die Entwicklung liebender Güte für sich selbst und andere. Für viele praktizierende Buddhistinnen und Buddhisten ist dies ein wichtiger Teil ihrer Praxis. Es ist so wichtig, sich selbst zu lieben und zu akzeptieren, um nach und nach unsere Familienmitglieder, unsere Freundinnen und Freunde und am Ende alle fühlenden Wesen zu umarmen. Mit der Metta-Meditation haben wir die Möglichkeit, für uns selbst Liebe zu kultivieren und sie dann hinaus zu senden in die Welt. Aber es ist nicht nur für Erwachsene wichtig, liebevolle Gedanken zu entwickeln, sondern gerade auch für unsere Kinder. Kinder werden Tag für Tag mit neuen Impulsen und Situationen konfrontiert, jeder Tag bringt neue Erfahrungen und Herausforderungen – manche sind angenehm und manche unangenehm. Am Ende eines Tages fehlt vielen Kindern die nötige Ruhe und Entspannung, um wieder zu sich zu kommen und für sich da zu sein. Doch Eltern können mit einer angeleiteten Metta-Meditation ihren Kindern entgegenkommen und ihnen vor dem Einschlafen den Raum geben, angenehme Gefühle mit sich selbst und ihren Liebenden zu teilen.
Gut und Schlecht und Selbstreflektion
Was ist gut und was ist schlecht? Woher kommen unsere Ideen von richtig und falsch und was hat Schuldgefühl damit zu tun? Welche Position nimmt Buddhas Lehre im Bezug auf heilsame und unheilsame Sprache, Gedanken und Handlungen ein? In der letzten Woche widmeten sich mehrere Unterrichtsabende diesen Themen: Der Unterricht unseres Meisters dem Ehrw. Thich Thien Son, die Dienstags-Meditationsgruppe und auch die Ordinierten der Pagode befassten sich mit Gut und Böse im Rahmen der buddhistischen Universitätsstudien. Hier nun lesen sie die zusammengefassten und am Alltag Orientierten Ergebnisse dieser Diskussionen, Gesprächen und Belehrungen.
„Das macht man nicht!“
Menschen haben eine eigene, persönliche Wahrnehmung von der Welt. Was für den einen Menschen richtig erscheint, ist für einen anderen unter Umständen total unangebracht. Jeder Mensch hat daher eigene Vorstellungen von „Gut“ und „Böse“. Die kommen selbstverständlich nicht von ungefähr sondern wurden hauptsächlich durch die Erziehung unserer Eltern nach und nach gefestigt. Sätze wie „Das macht man nicht!“ oder „Das will ich nicht noch einmal von dir hören!“ kennen wir bestimmt alle noch aus unserer Kindheit. Sie formten in uns ein Bild davon, was eine gute und was eine schlechte Handlung ist und was man darf und was man nicht darf. Manchmal wird uns erklärt, warum wir etwas nicht machen sollen. Manchmal heißt es einfach „Weil man das eben nicht macht.“ Das so entstandene Bild von Gut und Schlecht tragen wir seit unserer Kindheit in uns und bewerten danach auch heute noch die Welt und uns selbst.
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Filmtipp: Buddhas Lost Children – Eine Dokumentation
In den Grenzgebieten des Goldenen Dreiecks Thailands, hat der Kampf um das Drogengeschäft viele Dörfer, die weit ab von der Zivilisation auf grünen Bergen und Hügeln liegen völlig paralysiert – Viele der Männer sind selbst drogenabhängig und dadurch arbeitsunfähig geworden, Mütter können nicht mehr für all ihre hungernden Kinder in gleichem Maße sorgen, Kinder sehen einer trost- und hoffnungslosen Zukunft entgegen, in der ihnen wohl dasselbe Schicksal drohen wird, wie ihren Eltern. Denn niemand ist dort, der ihnen die grundlegenden Kenntnisse lehren kann, die man zum Überleben in einer solchen durch Naturgewalt und Drogenkampf Region benötigt. Es gibt auch niemanden, der diesen Kindern überhaupt den Willen einpflanzen könnte, sich diesen Herausforderungen zu stellen geschweige denn etwas Besseres aus diesem Leben zu tun. Nur Phra Khru Bah ist ein Mensch, der sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, jene unschätzbaren Qualitäten in den verlorenen Kindern zum Gedeihen zu bringen.