Allgemeines
Vietnamesische und tibetische Tradition im Zeichen des Medizinbuddhas
Mehr als 300 Menschen nahmen am letzten Wochenende an den Feierlichkeiten zu Ehren des Medizinbuddhas teil. Die Errichtung des Sandmandalas und all die anderen Aktivitäten unserer Gäste, der tibetischen Mönche, waren die ideale Vorbereitung für das diesjährige Medizinbuddha-Fest.
Nachdem die tibetischen Mönche die Dharmabeschützer eingeladen hatten, Ort und Veranstaltung zu schützen, wurde das Medizinbuddha-Sutra nach der Eröffnungszeremonie durch die vietnamesischen Mönche in tibetischer Sprache rezitiert. Der tiefe, sonore Klang der tibetischen Rezitation drang direkt in die Herzen der Besucher.
Die Segnung des Wassers …
Nach der Mittagspause wurde das Wasser sowohl nach vietnamesischer als auch nach tibetischer Tradition gesegnet. Die Besucher hatten wie jedes Jahr die Gelegenheit, eine Wasserflasche mit ihrem Namen oder dem eines nahestehenden Menschen zu versehen und diese auf dem Altar des Medizinbuddhas zu platzieren. Durch die zeremonielle Segnung und durch die fortlaufenden Rezitationen des Medizinbuddha-Sutras und –Mantras wird die heilende Energie des Medizinbuddhas der Überlieferung nach auf das Wasser übertragen und kann so die Selbstheilungsprozesse der Empfänger unterstützen.
Wir tragen so viel Wissen und Erfahrung in uns …
In seiner an die Segnung anschließenden Dharmarede sprach der Ehrw. Abt Thich Thien Son anlässlich des Medizinbuddha-Fests darüber, wie wichtig es ist, sich auf die in uns verborgenen (Selbstheilungs)-Kräfte zu besinnen. Dazu ist es hilfreich, sich immer wieder zu vergegenwärtigen, wie viel Wissen, Erfahrung und damit Potenzial, wir durch die Übertragung von unseren Vorfahren bereits in uns tragen. Im Zuge von Alltagsstress und Befindlichkeitsstörungen wie z.B. Winterdepressionen neigen wir dazu, dies zu vergessen. Wir verweilen in unserem subjektiv empfundenen Leid und warten sehnsüchtig darauf, dass uns jemand von außen heraus hilft. Wenn wir es schaffen, uns in derartigen Situationen daran zu erinnern, was unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern an Schwierigkeiten in ihrem Leben überwunden haben, kann uns das weiter helfen.
Zum einen relativiert sich auf diese Weise Vieles schnell – in der heutigen Zeit können wir uns zumindest im Westen kaum mehr vorstellen, ohne Strom und fließendes Wasser und damit unter entsprechenden hygienischen Bedingungen leben zu müssen. Unsere Ururgroßeltern konnten auch nicht mal eben auf die Schnelle zum Supermarkt fahren und für die Familie Lebensmittel einkaufen. Die Nahrung musste erstmal entsprechend gejagt oder geerntet werden.
Zum anderen können wir uns auf all die angesammelten Kräfte besinnen, die über unsere Vorfahren auch tief in uns, sprichwörtlich in unserem Blut, vorhanden sind: All das Wissen und die reichhaltigen Lebenserfahrungen haben ihre Spuren in uns hinterlassen, sie liegen vergleichbar mit Samenkörnern in unserem Bewusstsein bereit. Es liegt nun an uns, uns in Dankbarkeit darauf zu besinnen und auf diese Ressourcen in Zeiten persönlicher Not zurückzugreifen.
Gier, Hass und Verblendung überwinden …
Ein weiteres Thema der Dharmarede waren die drei so genannten geistigen Gifte, Gier, Hass und Verblendung, die nach buddhistischer Lehre die Ursache für unser Leid sind. Es ist wichtig zu verstehen, so der Abt der Pagode, dass die drei Gifte eigentlich Ausdruck oder Folge von Unsicherheit (Gier), fehlender Liebe (Hass) und Unwissen (Verblendung) sind. Alle drei „Gifte“ können lebensgeschichtlich bedingt, von einer Generation zur nächsten übertragen werden.
Wenn unsere Vorfahren beispielsweise aufgrund von Krieg und Verfolgung ihr Land verlassen mussten, werden sich die daraus entstehenden Ängste und Unsicherheiten in irgendeiner Form in ihnen niederschlagen. In der Folge werden sie diese Erfahrungen in ihrem Verhalten und vor allem auch in der Erziehung ihrer Kinder weitergeben. Wenn wir die Entstehung und Dynamik der drei Gifte auf diese Weise verstehen, wird uns auch bewusst, wie wichtig es ist, diese „destruktiven Übertragungslinien“ im Hier und Jetzt zu unterbrechen. Nicht nur für uns , sondern vor allem auch für die Zukunft unserer Nachkommen. In der buddhistischen Alltagspraxis geht es darum, das Unheilsame zu stoppen und gezielt das Heilsame zu fördern.
Meditation, Rezitation und Heilungssegen …
Nach dem Abendessen gab es eine geführte Lichtmeditation auf den lapislazuliblauen Medizinbuddha. Danach wurde das Mantra des Medizinbuddhas auf tibetisch und vietnamesisch rezitiert und die Besucher konnten ihre persönlichen Wünsche über Knoten in 5-farbige Glücksbänder weben und sich einen Heilungssegen von dem tibetischen Meister, Geshe Lobsang Tsultrim, geben lassen.
Das Sandmandala der Vergänglichkeit übergeben …
Auch am Sonntag wurden das Sutra und das Mantra des Medizinbuddhas mit Hingabe rezitiert. Unbestreitbarer Höhepunkt des Tages war jedoch zum Abschluss des Medizinbuddha-Fests die rituelle Auflösung des Medizinbuddha-Sandmandalas durch die tibetischen Mönche. Unter der Begleitung von zeremoniellen Gesängen, effektvoll unterstützt durch Trommel, Zimbeln und tibetischen Hörnern, wurde das Universum des Medizinbuddhas der Vergänglichkeit überführt. Da jedes Sandkorn Träger der heilenden und reinigenden Energie des Medizinbuddhas ist, sollte der Sand, mit Respekt behandelt werden. Leider ist es nicht immer möglich, eine Beschmutzung der Sandpartikel zu verhindern. Daher wird empfohlen, das Sandmandala nach seiner Auflösung einem natürlichen Gewässer zu überführen. Auf diese Weise kommt die Heilenergie des Medizinbuddhas auch den Wesen in dem Gewässer zu Gute und wird durch den Strom des Wassers in die Welt hinausgetragen. Darüber hinaus versinnbildlicht dieser Brauch das im Buddhismus so zentrale Prinzip der Vergänglichkeit.
Ob Freude, Schmerz oder ein Kunstwerk: Alles ist vergänglich!
Aktionswoche zum Medizinbuddha-Fest: Ein Rückblick
Es war dank unserer tibetischen Gäste eine bunte und abwechslungsreiche Woche, die auf dem Medizinbuddha-Fest ihren krönenden Abschluss fand. Im Rahmen ihrer Fundraising-Tour durch Europa war die Gajang Medical Society aus Indien zu Gast in der Pagode Phat Hue. Die Gruppe bestand aus tibetischen Mönchen und Übersetzern und bereicherte nicht nur das Programm des diesjährigen Medizinbuddha-Fests, sondern auch die gesamte Woche davor.
In seinem Dharmavortrag über Meditationspraxis am Montagabend betonte Geshe Lobsang Soeba die Wichtigkeit einer, jenseits von Egotrip und Egozentrik, auf aufrichtigem Mitgefühl basierenden, offenen Geisteshaltung. Ähnlich wie auch in anderen buddhistischen Traditionen sollte jede Meditationspraxis zunächst mit der Beruhigung des Geistes, mit Hilfe der Samatha-Methode, beginnen. Für die weitere, geistige Entwicklung ist es jedoch wichtig, Samatha mit der analytischen Meditation zu verbinden. Wenn wir tief in uns verstanden haben, dass jedes fühlende Wesen im Verlauf seiner Reisen durch den Kreis der Wiedergeburten einmal unsere liebende Mutter war, können wir in uns das Gefühl von Dankbarkeit und liebender Güte wachrufen. So erkennen wir, dass wir unabhängig von Glauben und Nationalität und jenseits von Vorlieben und Abneigung, alle miteinander verbunden sind. Auf diese Weise erzeugen wir in uns Bodhicitta, den Erleuchtungsgeist – das Eingangstor zum Pfad der Bodhisattvas im Mahayana-Buddhismus. Der tiefe Herzenswunsch, alle fühlenden Lebewesen auf dem Leidenskreislauf von Samsara zu befreien, entwickelt sich daraufhin auf natürliche Weise zu unserer bestimmenden Lebensaufgabe.
Am Dienstagvormittag begann die Errichtung des Medizinbuddha-Sandmandalas. In der Eröffnungszeremonie wurden die Dharmabeschützer herbeigerufen und der Medizinbuddha um Erlaubnis für die Errichtung des Sandmandalas gebeten. Nachdem der Medizinbuddha seinen Segen für das Sandmandala erteilt hatte, begannen die Mönche mit ihrer hingebungsvollen, filigranen Arbeit. Viele Besucher der Pagode nutzten während der folgenden Tage die einmalige Gelegenheit und verfolgten die Entstehung des Kunstwerks in der Buddhahalle. Millimeter für Millimeter wurde das bunt gefärbte Steinmehl nach traditionellen Vorlagen in das entstehende Universum des Buddhas der Heilung eingefügt. Jedes einzelne Sandkorn gilt dabei als Träger der heilenden Energie des Medizinbuddhas und muss entsprechend respektvoll und mit Sorgfalt behandelt werden.
Der Mittwochabend stand ganz im Zeichen der tibetischen Medizin. Das tibetische Heilsystem zählt zu den ältesten im asiatischen Raum. So lange die drei Elemente Wind (Lung), Galle (Tripa) und Schleim (Péken) miteinander in Harmonie sind, fühlen wir uns energiegeladen und gesund, führte der Referent des Abends, Namgyal Phuntsok, aus. Auch äußere Einflüsse, wie z.B. extreme Witterungsbedingungen, können uns nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Befindet sich aber eines der Elemente im Mangelzustand oder ist im Überfluss vorhanden, kommt es zur Disharmonie, die über kurz oder lang Symptome und Befindlichkeitsstörungen sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger Ebene nach sich ziehen kann. Damit ist das Ziel jeder therapeutischen Intervention klar gesteckt: es geht in erster Linie darum, die Harmonie der Elemente zu bewahren oder wiederherzustellen. Geistige Hygiene mit Hilfe von Reflektion und Meditation gehören genau so zum therapeutischen Repertoire wie Ernährungsempfehlungen und Veränderungen in der Lebensführung. Erst wenn diese drei Ansätze nicht den gewünschten Erfolg ermöglichen, wird der Arzt Medikamente verschreiben, die dann die Aufgabe haben, die Disharmonie „von innen” zu beheben.
Am Donnerstagabend sprach Geshe Lobsang Soeba im Rahmen des offenen Abends, zu welchem die Sangha der Pagode Phat Hue eingeladen hatte, über die Entwicklung von Mitgefühl in unserem Alltag. Es gibt drei Arten von Mitgefühl: Das natürliche, bereits angeborene Mitgefühl, welches wir vorzugsweise jenen Menschen entgegenbringen, die uns nahe stehen, wie z.B. unsere engen Familienangehörigen. Die zweite Form des Mitgefühls ist das grenzenlose Mitgefühl, welches erst entstehen kann, wenn wir realisiert haben, dass wir mit allen fühlenden Lebewesen über Verwandtschaftsbeziehungen aus vergangenen Leben verbunden sind. Dies bedeutet, dass wir unterschiedslos allen Wesen unser wahrhaftiges Mitgefühl entgegenbringen können. Die dritte Art des Mitgefühls, ist das große Mitgefühl der Bodhisattwas, jener also, die sich der Befreiung aller fühlenden Wesen aus dem Wiedergeburtskreislauf des Samsaras verschrieben haben.
Freitagmorgen war das Medizinbuddha-Sandmandala vollendet – leuchtendes Rot, Blau, Gelb und Grün sowie weiße Farbe fanden sich in reicher Ornamentik von Blumen, Krügen, Schriftrollen und traditionellen Symbolen. Viele Besucher fragten sich jedoch: Wo ist hier der Medizinbuddha? Es gibt unterschiedliche Ebenen der Mandaladarstellung. In der buddhistischen Praxis wird zwischen der körperlichen, verbalen und mentalen Ebene unterschieden – so auch bei der Errichtung von Sandmandalas. In unserem Fall handelte es sich um eine Darstellung der geistigen Ebene des Medizinbuddhas, daher suchte man den lapislazuliblauen, physischen Körper des Buddhas umsonst. Entsprechend repräsentierten die einzelnen Symbole Elemente der geistigen Übertragung des Medizinbuddhas, z.B. die Schriftrollen als Symbol für das Medizinbuddha-Sutra, welches das Heilwissen Buddhas übermittelt.
Die Errichtung des Medizinbuddha-Sandmandalas sowie die Veranstaltungen dieser Woche waren die ideale Vorbereitung für das am Wochenende anschließende Medizinbuddha-Fest.
Café Siddharta in der Pagode Phat Hue
Am Donnerstag, den 5. November fand in der Pagode Phat Hue der erste Sangha- Evening statt. Zu diesem Anlass verwandelte sich das Foyer der Pagode in ein gemütliches Teehaus, ein Treffpunkt für die Sangha-Gemeinschaft und deren Freundinnen und Freunde. Und es gibt bereits Neuigkeiten für die nächsten Sangha-Abende…
Der Abend war ein voller Erfolg! Mehr als 60 Freundinnen und Freunde der Pagode, aber auch viele Interessierte, die das erste Mal einen buddhistischen Tempel betraten, erlebten einen entspannten, gemütlichen, interessanten und wohlschmeckenden Abend, in harmonischer Atmosphäre. Für das leibliche Wohl war gesorgt: Neben Keksen, Kuchen, Tee und Kaffee boten Antonia und die Vietnamesin Phuong eifrig frisch gebackene Waffeln an, außerdem gab es als Höhepunkt des Abends einen Vortrag des Geshe der tibetischen Gastmönche über Mitgefühl und Harmonie in der Buddhahalle, der alle sehr inspirierte.
Alle Anwesenden waren sehr froh, dass dieser Abend stattfand, es sei sehr gut, dass es nun einen solchen Abend gäbe – viele Sangha-Mitglieder äußerten jedoch den Wunsch, in Zukunft den Sangha-Abend ohne „Rahmenprogramm“ zu gestalten, so dass man einfach zusammen kommen und die Gemeinschaft erleben kann und genug Raum ist für Gespräche und Austausch, genug Zeit, sich kennen zulernen, auszutauschen und Kontakte knüpfen.
Eine weitere schöne neue Idee ist an diesem Abend ebenfalls zur Welt gekommen: Der ehrwürdige Bhante Punnaratana wird zukünftig an den Sangha Abenden zu Fragen zu Buddhismus und Praxis zur Verfügung stehen bzw. „Neueinsteigern“ und Interessierten in der Buddhahalle eine Einführung in die Meditation geben.
Wir wünschen uns, dass die Sangha von allen Seiten zusammenwächst und sich gegenseitig unterstützt und inspiriert.
Nächster Termin: Montag, 7. Dezember
Und dass es sich jeder merken kann: es ist geplant, dass der Sangha-Abend und das Café Siddharta zukünftig jeden zweiten Montag im Monat stattfinden wird,
zur klösterlichen Zeit zwischen 19.00 – 21.30 Uhr.
Wer Lust hat den Abend mit zu gestalten ist herzlich willkommen:
Wir freuen uns außerdem über Tee- oder Kuchenspenden oder andere Überraschungen, die die Gemeinschaft erfreuen.
Wir freuen uns auf Euch!
Strahlende Kinderaugen und leuchtende Laternen
Auch dieses Jahr war das Laternenfest wieder ein großer Erfolg. Hunderte von Kindern besuchten die Pagode und ließen sich in die Welt der Clowns und Magier entführen. Am Eingang wurden unsere kleinen Gäste von den lustigen Clowns mit modellierten Luftballontieren und Jonglage empfangen. Die Buddhahalle wurde zu einer riesigen Spielwiese mit Bewegungsspielen und Ballons. Alle Bilder des Abends finden Sie hier.
Im ersten Stock bot sich in den verschiedenen Räumen eine bunte Welt. Es gab einen Raum der Sinne in dem die Kinder mit verbundenen Augen verschiedene Gegenstände aus der Natur wie z.B. Blätter und Nüsse mit Füßen und Händen erfühlen konnten.
Die Klangwerkstatt geleitet von Janko Jetzovšek-Jizou und seiner Frau war Museum und Klangerlebnis zugleich. Es konnten Klanglaternen gebastelt werden, indem man auf einem Pappstreifen aufgemalte Bilder oder Wörter lochte. Durch eine kleine Spielorgel gedreht, ergab dieses persönliche Bild eine Melodie. Dieser Streifen wurde nun in ein hübsches Licht verwandelt, indem man ihn zusammenklebt und mit einem Teelicht beleuchtet.
Der Mal- und Bastelraum war auch dieses Jahr wieder gut besucht und die kleinen Künstler konnten sich kreativ austoben. Mit verschiedenen Materialien wie Fingerfarben und Stoffresten wurde ein ca. 5 m langes Bild gestaltet, an dem viele Kinder gemeinsam gearbeitet hatten. In der Schminkecke herrschte großer Andrang und die süßen Gesichter verwandelten sich in kleine Tiger und Löwen, oder wurden mit Schmetterlingen verziert.
Nach all diesen Aktivitäten zog die Bühnenshow die Kinder in ihren Bann. Wie jedes Jahr gab es einen Drachentanz und eine Vovinam Vorführung unserer vietnamesischen Kampfkunstgruppe, in der auch schon die ganz Kleinen mitmischen. Wir hatten Kinder-Rockstars auf der Bühne und Monia unsere U 22 Soulstimme. Der Zauberer Klaus Klamauck verzauberte dann nicht nur die Kinder, die dicht um ihn geschart die Bühne belagerten und ihn magisch unterstützen durften, sondern auch die Eltern.
Für Essen war reichlich gesorgt, denn wie immer boten unsere vietnamesischen Gemeindemitglieder diverse vietnamesische Köstlichkeiten, die die ganze Pagode mit köstlichen Duft erfüllten. Und endlich war es soweit: jedes Kind bekam eine Laterne und eine Süßigkeiten-Tüte geschenkt und der von trommelnden Clowns angeführte Laternenumzug zog los. Auf dem Parkplatz wartete ein Feuerspektakel der anderen Art: Zwei Feuerkünstler boten eine gelungene Show die manchem den Atem stocken ließ. Bis spät am Abend gaukelten die Clowns durchs Haus und bastelten weiterhin unermüdlich Luftballontiere und -blumen und verbreiteten Spaß und gute Laune! Allen Helfern sei hiermit nochmals herzlichster Dank ausgesprochen, denn ohne ihren Einsatz hätte dieses gelungene Fest nicht stattfinden können.
Spendenaufruf für Opfer des Taifuns Ketsana
Tropensturm Ketsana richtete in Zentralvietnam große Schäden an und verwüstete weite Landstriche.
Unsere Mitarbeiter berichten aus Vietnam, dass unzählige Menschen vor den Trümmern Ihrer Existenz stehen. Der Tropensturm Ketsana hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und Menschen kämpfen um ihr Leben.
In dem Gebiet um Hue in Zentralvietnam, wo sich auch unsere Projekte befinden, hat der Sturm schwer gewütet. Viele Häuser wurden abgedeckt, verwüstet oder einfach weggefegt und die Ernten in weiten Landstrichen wurden zerstört. Viele Dörfer sind im Vorfeld wegen dem sich nähernden Taifun evakuiert worden, um Schlimmeres zu vermeiden, trotzdem gibt es zahlreiche Tote.
Um die Schäden, die der Taifun angerichtet hat zu beseitigen, und um die Menschen die dadurch Leid erfahren haben zu unterstützen, ist die ehrw. Ni Su Nhu Minh vor Ort rund um die Uhr im Einsatz um den Bedürftigen, und vor allem Kindern in der Not zu helfen.
Wir bitten Sie aufrichtig um Ihre Mithilfe, um das Leben der Opfer dieser Katastrophe zu retten. Wir werden Sie weiterhin mit aktuellen Ereignisberichten informieren. Ihre Spende hilft den betroffenen Menschen ihre Notsituation zu überwinden.
Die Pagode Phat Hue und CHANCE TO GROW e.V. sagen Danke!
Spendenkonto:
CHANCE TO GROW e.V.
Frankfurter Volksbank
Konto-Nr.: 6300987484
BLZ: 501 900 00
Stichwort: Taifun in Vietnam
Alles ist Zen – Meditationsretreat mit dem Vietnam. Zen-Meister Thich Thong Phuong
Sie kamen aus England, Canada und sogar aus Australien: Nahezu 100 Teilnehmer-/innen meist vietnamesischer Herkunft nahmen im neuen Meditationszentrum Buddhas Weg an dem Retreat vom 7. bis 10. Oktober teil. Zen-Meister Thich Thong Phuong, ein Schüler des Ehrw. Thich Thanh Tu, ist einer der wenigen noch lebenden Zen-Meister Vietnams, die die traditionelle Zenschulung der Lin-Chi-Linie erhalten haben. Entsprechend groß waren die Freude und Dankbarkeit, einen so großen Meister „live” erleben zu dürfen.
In seinem Einführungsvortrag sagte der Ehrw. Thich Thong Phuong: „Wir wollen unsere Aufmerksamkeit in den nächsten Tagen nach Innen lenken. Im Alltag wenden wir uns gewöhnlich der Außenwelt zu und lassen uns von all den sinnlichen Eindrücken wegtragen. Dadurch haben wir unsere wahre Natur vergessen und uns selbst verloren.”
Durch die Meditationspraxis können wir wieder zu unserem wahren Selbst zurückfinden. Unser Geist wird ruhig und klar. Wir erkennen, dass Gedanken wie „ich mag dieses oder ich mag jenes nicht” reine Zeitverschwendung sind. Unser Leben ist so vergänglich, jeder Augenblick unseres Seins ist daher kostbar. Wir sollten keinen Moment vergeuden und was immer wir tun in Klarheit und mit vollem Gewahrsein tun.
Der Hauptpfeiler der Praxis besteht darin, Körper und Geist an einem Ort zu halten, was schwieriger ist, als es sich zunächst anhört. Wir können stundenlang mit unserem Körper in der Meditationshaltung verweilen – was nutzt es uns, wenn unser Geist in den Supermarkt wandert und einkaufen will?
Wir müssen also erstmal ankommen – ankommen bei uns selbst, Körper und Geist zusammen nach Hause bringen. Auf diese Weise wird jeder Moment unseres Seins zur Zenpraxis.
Was bedeutet „Praktizieren“?
Zen-Meister Lin-Chi sagte, dass man die Praxis nicht im Außen oder in den Schriften suchen soll. Die wirkliche Praxis findet in unserem eigenen Geist statt.
Intellektuelles Wissen kann zwar Türen öffnen, aber hindurchgehen müssen wir selbst – mit Hilfe unserer eigenen praktischen Erfahrung. Erst dann erlangen wir Weisheit. In seiner öffentlichen Dharmarede in der Pagode Phat Hue am Samstag forderte der Ehrw. Thich Thong Phuong die Zuhörer auf: „Durchbreche Deine Logik, durchbreche Deinen Verstand – dann schaffst Du Dir die Möglichkeit, Weisheit zu erlangen.”
Das tiefe Durchdringen von Begriffen wie Vergänglichkeit und Leerheit ist notwendig. Um ihr Wesen in der Tiefe zu verstehen, benötigen wir viel Mut. Wir müssen der Vergänglichkeit in uns selbst begegnen, um sie in allen Erscheinungen unserer Welt wiedererkennen zu können. Dies können wir erreichen, indem wir über unseren eigenen Tod meditieren. Wenn wir unsere eigene Vergänglichkeit verinnerlicht haben, verlieren viele Dinge, die uns in unserem Leben bisher unverzichtbar erschienen sind, an Wichtigkeit. Das spirituelle Leben hingegen, gewinnt zunehmend an Stellenwert.
Nur wir selbst können unser Leid auflösen …
Als der Buddha das Dharmarad zum ersten Mal gedreht hat, hat er über die Vier Edlen Wahrheiten gesprochen. Dass nur wir selbst in der Lage sind, unser eigenes Leid aufzulösen. Er hat uns damit ermutigt und uns das Werkzeug an die Hand gegeben, uns selbst zu befreien.
Der Buddha sagt uns, solange Du Dein Leid nicht identifizieren kannst, ihm nicht begegnest und Dich nicht damit auseinandersetzt, kannst Du auch nicht davon befreit werden. Wenn Du aber weißt, wie Dein Leid aussieht, wenn Du es benennen kannst, musst Du nach den Ursachen forschen. Wenn Du diese kennst, kannst Du sie stufenweise auflösen.
Wie können wir das in unserem Alltag praktisch umsetzen?
„Ich weiß ganz genau, wenn die Wut hochsteigt, sollte ich sie nicht ausbrechen lassen. Dennoch passiert es mir häufig, dass ich wütend werde und dann meinen Mann oder meine Kinder anschreie. Warum ist das so?”
Der Grund ist, dass wir unsere Praxis ständig unterbrechen. Wir verlieren dann unsere Achtsamkeit. Die Folge ist, dass negative Emotionen wie Wut eine „Lücke” finden und sich entladen können. Je ausgeprägter die Gewohnheitsstruktur ist, in einer bestimmten Art und Weise zu agieren oder zu reagieren, desto leichter und heftiger wird sie sich im Alltag manifestieren. Viel Achtsamkeit und Geduld sind notwendig, damit wir uns wirklich nachhaltig zum Positiven verändern können.
In jedem Menschen einen zukünftigen Buddha sehen …
Eine Möglichkeit, aus diesem Teufelskreis auszubrechen, ist es, in unserem Gegenüber nicht Herrn Meier oder Frau Müller zu sehen, sondern einen zukünftigen Buddha. Wenn wir dies regelmäßig tun, werden wir imstande sein, jedem Mitmenschen mit Respekt zu begegnen. Denn wer will schon einen Buddha beleidigen?
Ein weiterer Weg führt über die Reflektion unserer Handlungen auf körperlicher und geistiger Ebene, zum Durchschauen und damit Entlarven der eigenen Struktur. Indem wir die Ursachen und Wirkungen unserer Handlungen verstehen, können wir unser Verhalten zunehmend bewusst(er) in eine heilsame Richtung steuern.
In seiner Dharmarede fasste Thich Thong Phuong die Alltagspraxis folgendermaßen zusammen.
„Legt Eure ganzen Bemühungen in alles, was Ihr tut. Seid achtsam. Konzentriert Euch auf die Tasse in Eurer Hand und lasst Eure Gedanken nicht umher wandern. Wenn Ihr geht, geht mit Leichtigkeit. Bei jedem Schritt sollte Euer Geist „dabei sein“. Macht gleichmäßige, ruhige Schritte, wenn Ihr lauft. Macht alles, was Ihr tut langsam, fokussiert und gleichmäßig – denkt daran: Alles ist ZEN.”
Und: Es ist nie zu spät, mit der Praxis zu beginnen. Nicht umsonst sagt der Buddha: „Jeder Tag, an welchem der Dharma praktiziert wurde, ist ein wertvoller Tag.”

Auszüge und Mitschriften aus den Dharmareden des Ehrw. Thich Thong Phuong sowie des Ehrw. Thich Khe Dinh finden Sie hier:
„Alles ist Zen” – aus dem Einführungsvortrag des Ehrw. Thich Thong Phuong – 7. Oktober 2009, Buddhas Weg
Über die Buddhanatur – Dharmavortrag des Ehrw. Thich Thong Phuong – 8. Oktober 2009, Buddhas Weg
Über Vergänglichkeit und Tod – aus dem Dharma-Talk des Ehrw. Thich Khe Dinh – 9. Oktober 2009, Buddhas Weg
Ankommen und Schauen – die Wichtigkeit der eigenen Erfahrung – aus dem Dharmavortrag des Ehrw. Thich Thong Phuong – 10. Oktober 2009, Pagode Phat Hue – Übersetzung ins Deutsche vom Ehrw. Thich Thien Son
01.08.09 Der Dalai Lama ist da!
Geben ist nicht schwer! Oder: wie können wir unsere Gier überwinden und Nächstenliebe üben? Die Welt befindet sich im Wandel und die Menschen rücken enger zusammen. Wirtschaftliche und klimatische Veränderungen in einem Teil der Erde haben spürbare Auswirkungen auf den gesamten Globus und machen keinen Halt an nationalen Grenzen.
Am dritten Tag seines Besuches sprach der Dalai Lama mit Prof. Dr. Karl-Heinz Brodbeck (Prof. für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik),
Prof. Dr. Mojib Latif (Klimaforscher) und Prof. Götz W. Werner (Gründer und Gesellschafter von dm-drogerie markt) über “Wirtschaft und Ethik, Umweltbewusstsein, globale und persönliche Verantwortung” und notwendige Kurskorrekturen in unserem Denken und Handeln
“40 000 Menschen werden heute wieder verhungern, alle fünf Sekunden stirbt ein Kind an Hunger und eine Milliarde Menschen lebt von einem Dollar pro Tag”. Prof. Dr. Brodbeck nennt die Realität beim Namen, als er die Zahlen der UNO vorführt. Wie fühlt es sich an, wenn einem der Zugang zu lebensnotwendigen Ressourcen versagt bleibt, wenn man keinen Zugriff auf Grundnahrungsmittel hat, wenn die Voraussetzungen fehlen, um sich am Welthandel zu beteiligen und wenn man von einem menschenwürdigen Leben ausgeschlossen ist? Was können wir tun um hier zu helfen?
Heute Morgen passierte etwas Seltsames. Das Restaurant in der Commerzbank Arena, in dem ich in den letzten Tagen wie selbstverständlich gefrühstückt hatte, war plötzlich für mich verschlossen. “Kein Zutritt mit Ihrem Armband, heute brauchen Sie die schwarze Karte”. Die schwarze Karte?
Ich war verwirrt und begann zu diskutieren. 
Ich war doch JEDEN Tag in dieses Restaurant gekommen, warum denn heute nicht? Es gab keine logische Antwort, es war einfach so. Mir fehlte die richtige Eintrittskarte. Der Raum, den ich bisher ganz selbstverständlich und ohne Nachdenken genutzt hatte, war für mich nicht mehr passierbar. Ich wurde verzweifelt und wütend. Ich fühlte mich ausgeschlossen. Mein Blick auf die Sicherheitskräfte änderte sich abrupt. Meine Freundlichkeit vom Vortag schlug in Argwohn um. Mich trieb nur eine Frage: wo sollte ich jetzt etwas zu essen bekommen? Man schickte mich hin und her, doch nie hatte ich den richtigen Pass. Ich begann zu resignieren und das brachte mich zum Nachdenken.
Einem Großteil der Weltbevölkerung fehlt die richtige Eintrittskarte zu den Weltmärkten und somit zu einem menschenwürdigen Leben. Sie haben kein Geld, keine Mittel und Wege, um sich Nahrung, Kleidung, Wasser – lebensnotwendige Ressourcen – zu sichern. Sie sind von der Gesellschaft und von jeglichen Annehmlichkeiten des Lebens ausgeschlossen. Sie leben nicht nur am Existenzminimum, sondern ihr Leben ist jeden Tag neu bedroht.
Dieser Ausschluss entbehrt jeder Logik, ist gekoppelt an Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht oder Einkommen. Der Dalai Lama nennt diese Kriterien in seinem Vortrag “Merkmale der sekundären Ebene”. Auf dieser untergeordneten Ebene teilen wir die Menschen nach gesellschaftlichen Positionen, Religionszugehörigkeit und Nationalität ein und lassen außer acht, dass wir an der Basis, auf der “fundamentalen Ebene”, einfach Menschen sind.
“Wir sind alle Brüder und Schwestern, unsere Interessen sind gleich. Deshalb muss ich mich um das Wohl der anderen kümmern. Dieses Wohl geht mich etwas an, denn jeder Mensch hat das Recht glücklich zu sein”, betonte seine Heiligkeit. Schon zu Beginn seines Beitrags nennt er das Leitmotiv dieses Gesprächs: “Unsere alten Denkkonzepte von “wir” als einer Nation oder abgeschlossenen Gemeinschaft und von “den anderen” müssen sich ändern. Das Glück und das Leben jeder Nation, jeder Gemeinschaft und jeder Familie ist heute mit dem Rest der Welt verbunden. Wir müssen die ganze Welt, jeden Menschen, als einen Teil von WIR denken”. Dieses Wir-Gefühl lässt sich nur durch die Einsicht erreichen, dass wir alle menschliche Wesen sind und vor diesem Hintergrund unterschiedslos. “I am just human” sagt der Dalai Lama dann auch – Ich bin nur ein einfacher Mensch!
Solange ich selbst nicht betroffen bin denke ich wenig über die Menschen am Rande unserer Weltgemeinschaft nach. Wie fühlt es sich an Hunger zu haben, Durst zu haben? Welche Emotionen entstehen in Menschen, die Reichtum sehen und davon ausgeschlossen sind, die sehen wie ihre Kinder an Unterversorgung sterben, weil die notwendige medizinische Betreuung fehlt, während im gleichen Land Menschen im Überfluss leben? Wird ihre Wut irgendwann so groß werden, dass sie alle Hemmungen verlieren?
Ich betrachte meine Wut angesichts dieser kurzen Erfahrung der verschlossenen Türen und frage mich, wie es ist, wenn ich wirklich Hunger habe und mir nichts gegeben wird. Meine Freundin Hue Trieu sieht mich auf der Tribühne sitzen und fragt, ob ich schon gefrühstückt habe. Ich erzähle ihr von meinem Ausschluss. “Kein Problem” sagt sie, “ich hole dir was du willst, denn mich lassen sie noch immer rein”. Irgendwie habe ich auf diese Zuwendung gewartet. Sofort ändert sich meine Stimmung. “Ja!” denke ich. Wir müssen unsere Eintrittskarte nutzen, wir müssen unseren derzeitigen privilegierten Status nutzen, um Ressourcen umzuverteilen, um zu teilen, zu geben, zu helfen!
Geben ist nicht schwer! Mit diesen Worten meines Meisters Thich Thien Son endet der Benefizabend “2 songs for Dalai Lama”. Am heutigen Tag ist mir Geben überall begegnet. Künstlerinnen und Künstler treten ohne Gage für Seine Heiligkeit auf und verbreiten eine unglaublich friedliche und fröhliche Stimmung in der Commerzbank Arena. Die Nonne Tenzin Wangmo stellt ihre Lassokünste in den Dienst des Hilfsprojektes Chance to Grow. Mit ihren “Trick-Roping-Künsten” lockt sie viele Menschen hinter den Stand der Pagode Phat Hue und macht auf die Hilfsbedürftigkeit vietnamesischer Kinder und Jugendlicher in Zentralvietnam aufmerksam. Die deutsch-vietnamesische buddhistische Gemeinde der Pagode stellt Mittag- und Abendessen für Mönche und Nonnen bereit, die in Frankfurt zu Gast sind.
Geben ist nicht schwer! Man kann Talent, Kreativität und Tatkraft nutzen, um für mehr Menschlichkeit zu werben. “Das menschliche Potential nutzen” darauf kamen auch die Referenten des heutigen Tages immer wieder zurück. “Die Menschen wollen füreinander tätig sein und über sich hinauswachsen” schließt Prof. W. Werner seinen Beitrag. Ich hoffe es sehr!
31.07.09 Der Dalai Lama ist da!

Der Geist sitzt im Herzen! Oder: wie können wir wahres Mitgefühl entwickeln? Gestern Abend sprach ich mit meiner Schwester. Sie organisiert seit ein paar Wochen in der Pagode das neue Kinderhilfsprojekt “CHANCE TO GROW” für Kinder in Vietnam. In der Commerzbank Arena arbeitet sie rund um die Uhr, um dieses Projekt bekannt zu machen und ich bewundere sie dafür. Ich finde toll was sie macht. Und ich finde toll was ALLE ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hier bei diesem Ereignis leisten. Denn ohne sie wäre dieser Besuch des Dalai Lama so nicht möglich gewesen. Dieser Beitrag ist mein Dank an sie!
Überall sehe ich die gelben und orangen T-Shirts. Überall sehe ich Menschen unermüdlich arbeiten, um den Aufenthalt für alle Besucher so angenehm wie möglich zu machen. Überall sehe ich einen wahnsinnigen Einsatz von Jugendlichen, Erwachsenen und älteren Menschen. Und natürlich sehe ich überall unsere Leute von der Pagode Phat Hue! UNSERE LEUTE nenne ich sie in Gedanken und frage auch so nach ihnen, wenn ich jemanden suche: wo sind unsere Leute?
Sie sind überall! Sie stehen in den Kochzelten und hinter dem Infostand, sie bereiten Essen für die Mönche und Nonnen und begleiten sie jeden Tag mit Schildern ausgerüstet von der Pagode zum Stadion. Sie beladen Lastwagen, schleppen Matratzen, bauen Zelte auf und weisen den Leuten die Plätze im Stadion zu. Sie sind vor und hinter der Bühne. Ich bewundere sie alle und fühle mich mit ihnen verbunden.
Die meisten von ihnen haben keine Zeit die Belehrungen seiner Heiligkeit über altruistisches Handeln und Nächstenliebe zu hören. Aber wenn ich mir ihr unbezahltes Engagement ansehe bin ich überzeugt, dass sie beides praktizieren. “Nächstenliebe ist der bewusste Wunsch, sich um die Bedürfnisse der anderen zu sorgen” sagte der Dalai Lama heute und fügte hinzu, dass wahres Glück nur aus der Nächstenliebe heraus entstehen kann. Und wollen wir nicht ALLE glücklich sein?
24.-26. September – Seminar: Sich dem Leben öffnen – der eigenen Angst begegnen – mit Hue Pho BUDDHAS WEG
Unsere Ängste schränken uns ein, halten uns gefangen. Dennoch fällt es uns schwer, sie loszulassen, denn auf ihre Weise vermitteln sie uns auch Sicherheit. An diesem Wochenende nehmen wir, mit Hilfe von Werkzeugen aus der westlichen und buddhistischen Psychologie, mit unseren Ängsten Kontakt auf: Worin besteht meine größte Angst und was will sie mir eigentlich mitteilen? Wie kann ich sie annehmen lernen und loslassen, damit neuer Raum für neue Möglichkeiten in meinem Leben entstehen kann?
Datum: Fr. 24.09. – So 26.09.2010
Beginn: Fr. 17.00 Uhr I Ende: So. 16.00 Uhr
Leitung: Hue Pho (Ann-Uta Beißwenger) M.A. phil., Heilpraktikerin
Kosten: € 320,- inkl. ÜN im DZ & VP (EZ auf Anfrage gegen Aufpreis möglich)








