Allgemeines

“Erforsche die Lehre, erfreue Dich an der Lehre, erinnere und lebe die Lehre”

Buddhastatue RavensburgDas Treffen der deutschsprachigen Vinaya Ordinierten fand dieses Jahr in der Nähe von Frankfurt statt. Insgesamt reisten 15 Ordinierte aus ganz Deutschland an. Nach der Bekanntgabe der Gründung der Vinaya Sangha e.V. im letzten Jahr auf dem Münchener Vesak Fest, galt es diesmal, einige wichtige organisatorische und inhaltliche Punkte zu klären, um den neu gegründeten Verein mit Leben zu füllen.

So wurde beispielsweise die Änderung des Names “Vinaya Sangha” in DBO e.V. (Deutsch Buddhistische Ordensgemeinschaft) mit dem Untertitel “Vinaya Sangha” einstimmig und zügig entschieden. Viele Fragen und Aufgaben wurden besprochen und abgestimmt. Hier die gesammelten Stichpunkte:

  • Durchführung der Ordination in deutscher Sprache (Zeremonietexte)
  • Leben buddhistischer Ordinierter in die moderne, westliche Gesellschaft integrieren
  • Verbreitung des Dharma durch Einzelpersonen und durch eine Organisation – die buddhistische Praxis als Lebensform
  • Pflege der Vinaya Tradition in Theorie und Praxis
  • Förderung des Zusammenlebens verschiedener Traditionen, Darstellung der Vielfalt, der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede
  • Erstellung einer Informationsplattform als Anlaufstelle für Fragen zum Ordiniertenleben
  • Erarbeitung von sozialen Modellen zur Unterstützung der Vinaya Ordinierten in Deutschland
  • Intensivierung der Erforschung und Übersetzung von Vinayatexten in die deutsche Sprache
  • individuelle Ansprechpartner für jede der Haupttraditionen (Theravada, Zen/Mahayana, Vajrayana) stellen
  • Öffentlichkeitsarbeit der DBO und Zusammenarbeit mit der DBU organisieren.

Weiterhin war es sehr wichtig, die Unterstützung des Antrages zur Anerkennung der Körperschaft des öffentlichen Rechts zu diskutieren. Hier steht die Zusammenarbeit mit der DBU im Vordergrund, um diesen Antrag umzusetzen. Weitere Informationen hierzu wird es in Kürze geben.

Wie man sehen kann, sind die Aufgaben sehr zahlreich und umfassend, aber die Stimmung aller Beteiligten war von Enthusiasmus und Einsatzfreude geprägt , was auf eine positive Entwicklung hindeutet. Eine wertvolle Ergänzung des diesjährigen Treffens war die Durchführung der Rezitation der Patimokkha/Nonnengelübde. Da in diesem Jahr viele grundsätzliche Dinge geklärt werden konnten, wird im nächsten Jahr die gemeinsame Praxis mehr thematisiert werden können, um den Austausch der Traditionen lebendig zu erfahren.

Alle Beteiligten würden sich freuen, wenn über die in Kürze veröffentlichte Webseite der DBO zahlreiche, weitere Ordensschwestern- und brüder ihren Weg in diese Gemeinschaft finden könnten.

In Dharma

Eure Thich Hue Nghiem

“Erforsche die Lehre, erfreue dich an der Lehre, erinnere und lebe die Lehre – dann wirst du dich nicht verirren.”  Dhm. 364

Generationsaufstellungen: Die Familiendynamik verstehen lernen

familieWir müssen Wechselspiele zwischen Vater und Mutter dringend erkennen, beobachten und schauen, welche von ihnen wir übernommen haben. Denn nach diesen Vorbildern suchen wir uns Freunde und Partner aus. Das ist die Verblendung, von der Buddha immer wieder spricht: Wir haben keinerlei Klarheit darüber, dass sich Gewohnheitsmuster und Wunschvorstellungen unserer Vorfahren von Generation zu Generation übertragen. › Continue reading

Familienaufstellungen – Organisationsaufstellungen

familienaufstellungBefreiende Einblicke in unbewußt wirkende Verhaltensmuster

Es ist noch nicht lange her, dass systemische Familienaufstellungen als „neue esoterische Wundermethode“ bei der Bewältigung hartnäckiger persönlicher Schwierigkeiten und alter Konflikte innerhalb der Familie gehandelt wurden. Inzwischen ist die z.T. verblüffende Wirksamkeit jedoch wissenschaftlich dokumentiert und die Aufstellungsmethode etabliert sich sogar zunehmend in renommierten Wirtschaftsunternehmen als höchst effizientes und kostengünstiges Diagnose- und Lösungsinstrument (Organisationsstellen).
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Teezeremonie für die Familie – Neue Wege zueinander finden

teekanneDie Teezeremonie stellt eine Möglichkeit dar, mit unseren Familien und Freunden einen neuen Dialog zu führen. Im Alltag haben wir selten die Gelegenheit für ruhige und gelassene Kommunikation. Oft beschützen wir unser Ego und blockieren den Fluss des Gesprächs. Mit der Teezeremonie lösen wir dies auf und schaffen eine Basis, auf der es sich besser kommunizieren lässt. › Continue reading

Portrait Dr. Holger von Jaruntowski

holger-von-jaruntowski2-copyEin heilender „Handwerker“ mit feinem Gespür für uraltes Wissen:

Heilpraktiker und Ethnologe Holger von Jaruntowski ist in der Nähe eines berühmten Schlosses geboren: Schloß Fontainebleau bei Paris.
Aber sein Adelstitel kommt nicht aus dem Französischen. Das „von“ hat polnische Wurzeln. Ihn interessieren mehr ferne Länder wie Mexiko, Benin oder die Oasenstadt Timbuktu.

Der 48-jährige ist dottore, doch kein medizinischer. Holger von Jaruntowski hat seine Doktorarbeit in Ethnologie geschrieben. Über die Vorstellungen von Seelen bei mexikanischen Indianern. Die sehen und spüren Seelen als Windhauch. Schon lange beschäftigt sich der Heilpraktiker mit Fragen wie „Was passiert eigentlich nach dem Tod?“ Während seines Studiums der Ethnologie, Archäologie und Psychologie in Bonn und Köln reiste er nach Westafrika, um von Voodoo-Priestern mehr über Geister-Glauben und Weissagung zu erfahren. Er reiste nach Sibirien auf der Suche nach Schamanen und deren Heilkunst. In der Wüste von Namibia sammelte er Heilkräuter und experimentierte damit.

praxis2Irgendwann hatte er den Wunsch: „Ich will selber Hand anlegen.“ Jahrelang hat er gesucht, geforscht und geschrieben: wie andere Völker und Heiler – ob in Afrika, Lateinamerika oder Asien – Krankheiten sehen und behandeln. Er befasst sich mit Daoismus, der Harmonielehre von Mensch und Natur, der Fünf-Elementen-Lehre und mit Yin und Yang. Dann bildet er sich zum Heilpraktiker aus und spezialisiert sich auf Traditionelle Chinesische Medizin. Ausgelöst durch seine chinesische Lehrerin, Dr. Min Liu-Wallow. Krankheiten aufdecken, körperliches und seelisches Leid lindern, das ist der Motor in seinem beruflichen Leben.

Holger von Jaruntowski lernt über Zen-Schüler den Abt der Pagode, Thich Thien Son, kennen. Sofort war er fasziniert vom Zen-Meister. „Von Thay kann ich viel lernen!“ und fährt seit der Begegnung immer mal wieder für ein paar Tage nach Frankfurt, um ihm über die Schulter zu schauen. In die Pagode kommt er nicht nur, um selbst zu lernen, sondern um sein Wissen und seine Heilkunst weiter zu geben: Fußreflexzonen-Massage und Kurse in Schmerz-Akupunktur bietet er an.

praxisAls sogenannter Sucht-Akupunkteur behandelt er in seiner Praxis in Bad Honnef vor allem Patient/innen mit Suchtproblemen durch Alkohol oder Drogen. Während seiner Ausbildung hat er erlebt, wie stark und gezielt diese Behandlungsform auf den Organismus von Schwerstsüchtigen wirkt. Aber auch Menschen mit Hautproblemen, Allergien und Schmerzsymptomen kommen zu ihm.

Um selbst körperlich fit zu bleiben, trainiert er dreimal pro Woche im Fitneßstudio: Krafttraining. Und er joggt, schwimmt und meditiert, in Köln, wo er lebt. Irgendwie fand er es interessant, was ihm damals die Zen-Schüler erzählt haben: die eigenen Ängste, Blockaden und Potentiale kennen lernen. Inzwischen ist auch er Zen-Schüler. Bei aller Schau nach innen und auf die eigene Psyche – sein Forschergeist, seine Passion für ferne Länder und Kulturen locken ihn immer wieder raus: Er will endlich in das Land fahren, aus dem die Medizin stammt, die er seit zehn Jahren anwendet: China. Ein Freund von ihm lebt in Peking. Diese Chance möchte er nutzen, um hoffentlich noch in diesem Jahr in das Reich der Mitte, in den Rhythmus von Yin und Yang zu fahren.

Buchtipp: “Schritte der Achtsamkeit” von Thich Nhat Hanh

Schritte der AchtsamkeitFriede, Freude, Eierkuchen?

Als ich vor etwas mehr als 2 Jahren das erste Mal ein Buch von Thich Nhat Hanh las, in welchem die Rede davon war, die eigenen Gefühle zu umarmen, sich selbst und anderen tief zuzuhören und glücklich darüber zu sein, sehen und atmen zu können, steckte ich diese Methoden in eine Schublade mit der Aufschrift „blumig, Friede, Friede, Eierkuchen“. Ich war noch nicht wirklich bereit dazu, Thich Nhat Hanhs „Schritte der Achtsamkeit“ zu gehen. › Continue reading

Meditation für Schüler/innen U22

logo-meditation-u22-copy-kopie1Meditation U22 ist eine Meditationsgruppe für TeilnehmerInnen unter 22 Jahren, die jeden Freitag in dem buddhistischen Kloster und Gesundheitszentrum “Pagode Phat Hue” in Frankfurt angeboten wird – neben verschiedenen geleiteten Meditationen ist immer genug Zeit für Fragen, Gedankenaustausch und eine Tasse Tee oder Cola.

Wir wollen Euch die Möglichkeit geben, zusammen mit Gleichaltrigen, erste Meditationserfahrungen zu machen. Neben der gemeinsamen angeleiteten Meditation wird es genug Zeit für Fragen zur Meditation selbst, aber auch zum Thema “Bewältigung von Stress im Alltag” geben. Sitzkissen, Unterlagen und eine Kanne Tee stellen wir. Ihr könnt eine dünne Decke mitbringen, um Schultern oder Knie warm zu halten. Jeder ist willkommen und kann gerne noch Freunde/innen mitbringen. Wir – Hue Chuyen und Hue Ngo – freuen uns schon darauf, Euch in der Buddhahalle zu begrüßen!  Neben dem Meditationsabend Freitags gibt es eine Homepage, um den vielen von Euch, die zu weit weg wohnen oder Freitags nicht können, hier die Möglichkeit zu bieten, “virtuell” dabei zu sein.Wenn ihr noch Fragen habt oder mehr Informationen braucht, dann schreibt eine Email an Hue Ngo

Datum: immer Freitags
Zeit: ab 18: Uhr bis ca. 20 Uhr
Eintritt: frei!
Ort: Pagode Phat Hue, Frankfurt a.M.
Website: u22.phathue.de

22. Februar 2009 Allgemeines Keine Kommentare

Der Vollmond leuchtete auf die Pagode! Zusammen feiern in der hellen Vollmond-Nacht

sangha-buddhahalleZum zweiten Mal feierte die Pagode Phat Hue am Wochenende das traditionelle Vollmondfest. Der erste Vollmond im vietnamesischen Neujahr hat zahlreiche Vietnamesen und Deutsche in die Buddhahalle eingeladen. Gemeinsam wurde rezitiert und meditiert. Durch Opfergaben an den Buddha wünschten sie, dass sich das neue Jahr und das eigene Leben positiv entwickeln mögen. Bildergallerie.

Die Ursprünge dieser Tradition gehen auf den Daoismus des alten Chinas zurück. In jener Zeit, in welcher es noch keine Elektrizität und kein künstliches Licht gab, war jede hell erleuchtete Vollmondnacht ein Grund, in einer Gemeinschaft zusammen zu kommen und zu feiern.

Die erste Vollmondnacht eines neuen Jahres gilt aufgrund der mit ihr verbundenen Sternenkonstellation als besonders kraftvoll. Wenn das am Neujahrstag erstellte Jahreshoroskop ungünstig ausgefallen ist, haben die Menschen während des ersten Vollmondfestes die Möglichkeit, mit Hilfe der Zeremonien den Verlauf des Jahres und damit das eigene Schicksal positiv zu beeinflussen. Dabei werden durch Rezitation des Medizinbuddha-Mantras: “Tayatha Om Bekandze Bekandze Maha Bekandze Radza Samungate Svaha” positive Verdienste gesammelt, die negatives Karma in etwas Heilsames verwandeln können.

Auch dieses Jahr nutzten viele Besucher/innen die Gelegenheit, um für sich selbst, für Familienangehörige oder Freund/innen zu beten und heilsame Gedanken zu kultivieren.Viele Familien übten sich in Großzügigkeit und überreichten Opfergaben in Form von Blumen, Räucherstäbchen und Früchten. Die Praxis der Opfergabe kann Einzelnen dabei helfen, sich in dieser Zeit von selbstzentriertem Denken zu lösen. In diesem Moment des Gebens sind wir nicht mehr mit uns selbst beschäftigt, sondern denken an unsere Mitmenschen und an unsere Umwelt. Dabei können wir unser eigenes Leid transformieren, weil wir über uns hinaus wachsen.

Wir wünschen allen Gesundheit, Zufriedenheit und Glück. Doch sollten wir niemals vergessen: Es liegt an uns selbst, aktiv etwas für das eigene Glück zu tun und für das der anderen. Wenn wir erkennen, was wir selbst zu unserem eigenen Leid beitragen, dann können wir mit Eigenverantwortung unser Schicksal selbst in die Hand nehmen. Das gibt uns die Chance, unser Leben aktiv und nachhaltig zu verbessern und mehr Freude zu empfinden.

8. Februar 2009 Allgemeines Keine Kommentare

Interview with Ven. Dhammadipa

An Interview with the Ven. Dhammadipa during the Pa Auk Sayadaw event

Portrait Bhante Punnaratana

bahnte-zen-garten„Ich bin so stolz auf meine Mutter. Ich mache ihre Arbeit weiter in ihrem Namen.“

Er hört immer aufmerksam zu. Er spricht immer gelassen. Und er kann tief vom Herzen lachen. Und dabei leuchten seine dunklen, liebevollen Augen. Bhante Punnaratana. In der Pagode kennen ihn viele Schüler/innen als Meditationslehrer. Und er vermittelt sanft die buddhistische Lehre, wie ein heilsames Juwel. Und das ist auch sein Name auf Pali: Punna bedeutet heilsam und Ratana ist das Juwel. › Continue reading